SPD Ladbergen möchte Flüchtlings-Koordinator in der Verwaltung
„Herausforderung für alle im Dorf“

Ostbevern -

Über den Zustrom von Flüchtlingen und die damit verbundenen Aufgaben, denen sich die Gemeinde Ladbergen stellen muss, diskutierten Mitglieder der örtlichej SPD. Sie stellten den Antrag, die Stelle eines Flüchtlings-Koordinators einzurichten.

Freitag, 13.11.2015, 06:11 Uhr

Das Thema „Flüchtlinge“ ist in vieler Munde und Gedanken. Auch die Mitglieder der SPD Ladbergen setzen sich damit auseinander. In einer Diskussionsrunde wurde es jetzt erneut aufgegriffen. Unter anderem setzen sich die Politiker für die Schaffung der Stelle eines Flüchtlings-Koordinators in der Verwaltung ein, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Millionen Menschen sind auf der Flucht vor religiöser Intoleranz, Hass und Folter , und es gibt zahlreiche Brennpunkte auf der Welt, die zu Krieg, Hunger und Elend führen“, erinnerte Ratsmitglied Reinhard Kemper . Viele Betroffene wüssten, dass sie „im wohlhabenden Deutschland“ gut aufgehoben seien. „Sie möchten zu uns, weil sie hoffen, hier in Frieden leben und vielleicht eine neue Existenz aufbauen zu können“, so Kemper.

„Die Flüchtlingssituation macht auch vor Ladbergen nicht halt. Sie ist eine Herausforderung, die Rat, Verwaltung und Bürger nur gemeinsam stemmen können“, ist sich der Fraktionsvorsitzende Thomas Kötterheinrich sicher.

Obschon im Heidedorf mit großem ehrenamtlichen Engagement geholfen werde, komme es in der Verwaltung aufgrund der Flüchtlingssituation zu erheblicher Mehrarbeit, berichtete Thomas Kötterheinrich weiter.

Nach Meinung der Genossen ist dieser Mehraufwand ausschließlich mit Ehrenamt, Überstunden und Idealismus nicht weiter zu stemmen. Zumal mit einer Reduzierung der Flüchtlingszahlen derzeit nicht zu rechnen sei. Daher fordern sie, innerhalb der Verwaltung die Stelle eines Flüchtlings-Koordinators zu installieren.

„Diese hauptamtlich tätige Person könnte unter anderem als Verbindungsstelle zu den ehrenamtlich tätigen Helfern tätig sein und deren Arbeit koordinieren“, schreiben die Sozialdemokraten. Eine Besetzung der Stelle durch interkommunale Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden sei ebenso denkbar wie der Einsatz einer Person im Bundesfreiwilligendienst, so die Genossen.

Ein entsprechender SPD-Antrag sei Bürgermeister Udo Decker-König und dem Rat der Gemeinde Ladbergen bereits übersandt worden.

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