Raiffeisengenossenschaft Westfalen Nord: Gesamtumsatz ist zurückgegangen
2015 war schwieriges Geschäftsjahr

Ladbergen -

Das Jahr 2015 war für die Raiffeisen-Warengenossenschaft Westfalen Nord ein „schwieriges Geschäftsjahr“, so Geschäftsführer Albrecht Philipp. Trotz der gescheiterten Fusion mit der Genossenschaft Teuto Süd wird am Bau eines Mischfutterwerks - gemeinsam mit dem Firma Eilers Futtermittel GmbH & Co. KG am Dortmund-Ems-Kanal in Ladbergen festgehalten.

Donnerstag, 26.05.2016, 06:05 Uhr

Auf diesem Areal am Dortmund-Ems-Kanal in Ladbergen wollen die Genossenschaften Westfalen Nord und Teuto Süd gemeinsam mit der Eilers Futtermittel GmbH & Co.KG ein Mischfutterwerk bauen. Die Arbeiten sind angelaufen.
Auf diesem Areal am Dortmund-Ems-Kanal in Ladbergen wollen die Genossenschaften Westfalen Nord und Teuto Süd gemeinsam mit der Eilers Futtermittel GmbH & Co.KG ein Mischfutterwerk bauen. Die Arbeiten sind angelaufen. Foto: Michael Baar

„Das Jahr 2015 war eines der schwierigsten Jahre der vergangenen zehn Jahre.“ Mit diesen Worten leitete der Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft Westfalen Nord, Albrecht Philipp , seinen Jahresbericht ein. Geprägt von massiven Preisrückgängen, befinde sich die Landwirtschaft in einem schwierigen Fahrwasser.

Einbrüche verzeichnet Westfalen Nord unter anderem bei Baustoffen und Energie. Der Gesamtumsatz verringerte sich um 3,2 Prozent auf 36,1 Millionen Euro. „Wesentliche Gründe für diese Entwicklung liegen in einer sinkenden Nachfrage von Düngemitteln, einem geringeren Verkauf unserer Getreidevorräte sowie einem nicht unerheblichen Preisverfall unserer Produkte“, erläuterte Philipp.

Es verbleibt ein Bilanzgewinn von 100 400 Euro. Durch Beschluss der Generalversammlung geht der Gewinn als Stärkung in die Rücklagen. Zusätzlich wird eine Warenrückvergütung in Höhe von 73 100 Euro an die 745 Mitglieder ausgeschüttet.

Auch in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres bleibe die Marktlage weiter angespannt, so der Geschäftsführer. Vor allem die Milchwirtschaft arbeite unter ruinösen Marktbedingungen. Das Frühjahrsgeschäft der Genossenschaft liege witterungsbedingt zwei Wochen zurück. Schon jetzt liege man hinter den Vorjahreszahlen.

Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Hubert Ruhe (Hauenhorst), Ralf Heekenjann (Bevergern), Andreas Bäumer (Hopsten) und Reiner Wilmes (Dreierwalde) einstimmig für eine neue Wahlperiode im Amt bestätigt.

Einstimmig bei zwei Enthaltungen stimmte die Versammlung für die Kündigung der Mitgliedschaft im Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband zum 31. Dezember.

Die Ablehnung der Fusion (WN vom 25. Mai) mit der Genossenschaft Teuto Süd ändert nichts an der weiteren Zusammenarbeit der Genossenschaften mit der Eilers Futtermittel GmbH & Co.KG beim Bau des neuen Mischfutterwerks am neuen Standort in Ladbergen . Ab 2017 sollen dort 150 000 Tonnen Mischfutter produziert werden.

Geschäftsführer Jan-Bernd Krieger trug vor, dass am Kanalhafen im Riesenbecker Lerchengrund sehr kurzfristig ein Düngemittellager gebaut werden soll. Geplant ist, es bereits zur nächsten Düngesaison in Betrieb zu nehmen. Damit fiele für die Genossenschaft der gepachtete Standort in Dörenthe weg.

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