2013 installiert – jetzt defekt
Am „Mühlchen“ ist das Rad ab

Ladbergen -

„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach . . ?“ Nix da. Erstens hat die Mühle in Ladbergen schon lange nicht mehr geklappert. Zweitens könnte sie es zurzeit gar nicht, selbst, wenn sie wollte. Der Grund: Das Mühlrad ist kaputt. Warum? Das fragt sich nicht nur Brigitte Wilke, die das Rad im Jahr 2013 für rund 8000 Euro plus diverser Nebenkosten hat neu einbauen lassen.

Mittwoch, 18.01.2017, 04:01 Uhr

In Schräglage befindet sich zurzeit das Mühlrad am „Mühlchen“. Warum das erst 2013 angebrachte Teil defekt ist, darüber rätseln diejenigen, die sich seinerzeit für ein neues Rad stark gemacht haben. Der Heimatverein wartet auf „grünes Licht“, um tätig zu werden.
In Schräglage befindet sich zurzeit das Mühlrad am „Mühlchen“. Warum das erst 2013 angebrachte Teil defekt ist, darüber rätseln diejenigen, die sich seinerzeit für ein neues Rad stark gemacht haben. Der Heimatverein wartet auf „grünes Licht“, um tätig zu werden. Foto: Günter Schröer

„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach . . ?“ Nix da. Erstens hat die Mühle in Ladbergen schon lange nicht mehr geklappert. Zweitens könnte sie es zurzeit gar nicht, selbst, wenn sie wollte. Der Grund: Das Mühlrad ist kaputt. Warum? Das fragt sich nicht nur Brigitte Wilke , die das Rad im Jahr 2013 für rund 8000 Euro plus diverser Nebenkosten hat neu einbauen lassen. „Es kann doch nicht sein, dass so ein Rad so schnell kaputtgeht“, sagt sie. „Das alte Rad hat wohl rund ein Vierteljahrhundert gehalten.“

Am 29. April 2013 war das dem Original nachgebaute Mühlrad mit tatkräftiger Hilfe durch Mitarbeiter des Ladberger Bauhofes installiert worden. Die, sagt Andreas Moysich-Kirchner von der Gemeindeverwaltung, seien aber für eine Reparatur nicht zuständig. „Uns ist zwar aufgefallen, dass das Rad seit ein paar Tagen schief auf der Achse hängt. Haus und Mühlrad gehören aber einer Privatperson, und die muss sich darum kümmern“, sagt der Fachmann auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten.

Die „Privatperson“, die noch bis Ende 2016 zuständig gewesen wäre, ist Brigitte Wilke, Chefin im „Waldhaus an de Miälkwellen“, die gemeinsam mit ihrem Mann Justus die „Alte Wassermühle“ und das „ Mühlchen “ betreibt beziehungsweise betrieben hat. Im Dezember, berichtet sie, sei das Gebäude verkauft worden. Die neue Inhaberin wolle daraus eine Ferienwohnung machen.

Im Jahr 2001, erinnert sie sich, hätten sie und ihr Mann das Haus erworben. Schon bald hätten sie das alte Mühlrad abstellen müssen. „Es war in die Jahre gekommen und hat so laut gequietscht, dass Anwohner gestört wurden.“

Ein neues Mühlrad musste her. Durch Zufall entstand ein Kontakt zum Grevener Unternehmen Hillebrand, welches seine Unterstützung zusagte. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma, der Ladberger Ludger Rigusiak, übernahm die Umsetzung. Im Spätsommer 2012 wurde das alte Mühlrad ausgebaut, vermessen und nachgebaut. Die Stahlkonstruktion des Rades wurde mit Eichenholz beplankt und zusätzlich verzinkt. Eine Konstruktion, die lange Haltbarkeit versprach.

Beim Aus- und Einbau des alten und neuen Rades legten seinerzeit Mitglieder des Heimatvereins kräftig Hand an. Wie dessen Vorsitzender Heinz Lagemann auf Nachfrage dieser Zeitung erklärt, wollen sie auch dieses Mal nicht außen vor bleiben. „Wir sind im Kontakt mit der neuen Eigentümerin der kleinen Mühle und warten auf deren Okay.“

Warum das neue Rad nach nicht einmal vier Jahren schon kaputt ist, darauf kann sich auch Heinz Lagemann keinen Reim machen. „Das Mühlrad treibt ja keine Mühle mehr an. Es muss nur sein Eigengewicht drehen“, sagt er. Sicher sei jedoch, dass das schwere Teil „auf jeden Fall raus“ müsse, um repariert zu werden. Ohne Hilfe eines Baggers – wie damals – gehe das auf keinen Fall, ist sich der Vorsitzende sicher.

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