CDU fordert Schilder für Ruhebänke
„In Notfällen zählt jede Sekunde“

Ladbergen -

Andere Gemeinden haben sie schon. Die Ladberger CDU-Fraktion will sie jetzt auch: Eine „Notfall-Beschilderung“ an Ruhebänken und signifikanten Stellen im Ortsgebiet und im Außenbereich Ladbergens. Einen entsprechenden Antrag hat der Fraktionsvorsitzende Günter Haarlammert an Rat und Verwaltung gestellt.

Dienstag, 11.04.2017, 04:04 Uhr

In einigen Gemeinden sowohl im Kreis Steinfurt als auch in anderen Kreisen (das Foto zeigt eine Sitzgelegenheit in Ochtrup) wurden Ruhebänke mit Notfallbeschilderungen versehen. Bei Einsätzen der Rettungsdienste soll sich das bereits bewährt haben.
In einigen Gemeinden sowohl im Kreis Steinfurt als auch in anderen Kreisen (das Foto zeigt eine Sitzgelegenheit in Ochtrup) wurden Ruhebänke mit Notfallbeschilderungen versehen. Bei Einsätzen der Rettungsdienste soll sich das bereits bewährt haben. Foto: rs

Wie es in dem Papier heißt, stehen in Ladbergen im Ort, im Friedenspark und an anderen Stellen zahlreiche Ruhebänke. Insbesondere in den Außenbereichen gebe es aber keine Kartenübersicht über die Standorte dieser Sitzgelegenheiten. „In einer Notfall-Situation, in der es um Menschenleben geht, zählt jede Sekunde. Es ist daher hilfreich, wenn ein Anrufer der Feuerwehr oder dem Rettungsdienst den jeweiligen Standort möglichst genau mitteilen kann“, sind sich die Christdemokraten sicher.

In einigen anderen Gemeinden im Kreis Steinfurt seien sämtliche Ruhebänke mit Schildern gekennzeichnet worden, die mit einer den Rettungsdiensten bekannten Standortnummer und der Notrufnummer 112 versehen worden seien, so Haarlammert weiter. Aus einigen dieser Gemeinden werde berichtet, dass die Standortnummer bei Einsätzen des Rettungsdienstes bereits erfolgreich zum Einsatz gekommen sei. „Ladbergen sollte hier nicht nachstehen“, schreibt die CDU in ihrem Antrag.

Zwar sei anderenorts auch darüber berichtet worden, dass die Schilder von Unbekannten abgeschraubt worden seien. Vermutet werde, dass dies „aus reiner Zerstörungswut“ geschehen sei. Dennoch halten die Ladberger Christdemokraten das Erstellen einer Standortliste und das Anbringen von Standort- und Notrufnummern an allen Bänken für sinnvolle Maßnahmen.

Die Fraktion will die Gemeindeverwaltung mit diesen Arbeiten beauftragen. Den Rettungsdiensten und der Leitstelle in Rheine sollen die Standorte und die damit verbundenen Nummer bekanntgegeben werden. Darüber hinaus sollen die zur Finanzierung und Anbringung der Schilder notwendigen Kosten ermittelt und Sponsoren in der heimischen Wirtschaft gesucht werden. „Eine Erwähnung der jeweiligen Unternehmen auf den Schildern ist aus unserer Sicht unbedenklich“, schreibt Günter Haarlammert.

Durchführen soll die Gemeinde das Projekt gemeinsam mit dem Heimatverein, den Schützen- und anderen Vereinen, die Bänke aufgestellt haben.

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