Glyphosat:
„Müssen wir unsere Gesundheit opfern?“

Der Bio-Landwirt Reinhard Fiegenbaum bemängelt den falschen Einsatz des Pflanzengiftes Glyphosat.

Donnerstag, 20.04.2017, 09:04 Uhr

Glyphosat: : „Müssen wir unsere Gesundheit opfern?“

Wenn es um Glyphosat geht, sieht Bio-Landwirt Reinhard Fiegenbaum rot. Kürzlich ist er wieder einmal fündig geworden und hat ein nach seinen Worten „totes Feld“ an der Erpenbecker Straße fotografiert. „Dort wurde bis an den Graben gespritzt. Das ist verboten“, schreibt er in einer Mitteilung. Es sei davon auszugehen, dass die Fläche bald umgepflügt werde. Fiegenbaum mahnt: „Unsere gesamte Nahrungskette, ausgenommen Bio-Produkte, ist mit dem giftigen Glyphosat kontaminiert.“ Die Weltgesundheitsorganisation sage, die Substanz sei krebserregend. Die Chemie-Industrie widerspreche. Tatsache sei aber, dass Glyphosat nicht nur abtöte, sondern auch stark antibiotisch wirke. So stark, dass der Konzern „ Monsanto “ ein Patent bezüglich der antibiotischen Wirkung von Glyphosat angemeldet und erteilt bekommen habe. „Jeder Bürger und erst recht die Bauern wissen, was passiert, wenn wir täglich ungewollt kleine Mengen Antibiotika zu uns nehmen. Es bilden sich Resistenzen. Glyphosat spielt eine entscheidende Rolle bei der starken Zunahme von Multiresistenzen. Es gehört nicht auf den Acker und schon gar nicht in die Nahrungskette“, erklärt Reinhard Fiegenbaum und sagt: „Der Grenzwert von Glyphosat im Körper sollte bei Null liegen. Müssen wir für dieses Mittel schleichend unsere Gesundheit opfern?“

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