Alexandra Kattmann neu im Amt
Die Klimaschützerin

Ladbergen -

Im amtlichen Sprachgebrauch heißt sie „Klimaschutzmanagerin“. Für eine solche, sagt Bürgermeister Udo Decker-König, gibt es Förderung in Höhe von immerhin 65 Prozent vom Bundesumweltministerium. Die offizielle Bezeichnung gefällt Alexandra Kattmann nicht. Auf ihre Visitenkarten hat die neue Mitarbeiterin der Gemeinde Ladbergen darum den Begriff „Klimaschutzbeauftragte“ drucken lassen.

Dienstag, 25.04.2017, 05:04 Uhr

Alexandra Kattmann neu im Amt : Die Klimaschützerin
Foto: Sigmar Teuber

Im amtlichen Sprachgebrauch heißt sie „Klimaschutzmanagerin“. Für eine solche, sagt Bürgermeister Udo Decker-König , gibt es Förderung in Höhe von immerhin 65 Prozent vom Bundesumweltministerium . Die offizielle Bezeichnung gefällt Alexandra Kattmann nicht. Auf ihre Visitenkarten hat die neue Mitarbeiterin der Gemeinde Ladbergen darum den Begriff „Klimaschutzbeauftragte“ drucken lassen. Als solche ist sie dem Bauamt angegliedert und hat sich viel vorgenommen.

Alexandra Kattmann hat an der TU Berlin und RWTH Aachen Architektur studiert und war später im Bereich Presse-und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Unter anderem hat sie nach eigener Auskunft bei der Regionale 2004 mitgewirkt. Dabei handelte es sich um ein Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung vor allem der touristischen und kulturellen Infrastruktur in der Region links und rechts der Ems zwischen Warendorf und Rheine. Beteiligt waren seinerzeit 37 Städte und Gemeinden in den Kreisen Warendorf und Steinfurt sowie die Stadt Münster. Kattmann arbeitete 2004 als Pressereferentin der Gempt-Halle Lengerich und später als Online-Redakteurin.

„Das Berufsbild ist für eine Klimaschutzbeauftragte ideal“, glaubt Udo Decker-König, und freut sich darüber, der neuen Mitarbeiterin viele Aufgaben überlassen zu können. Mit unserem bisherigen Personal sind die Aufgaben, die die Gemeinde sich mit dem Klimaschutzkonzept gestellt hat, nicht zu bewältigen“, macht der Verwaltungschef deutlich. Allein die Teilnahme am European Energy Award (EEA) – ein internationales Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für kommunalen Klimaschutz, das zahlreiche Kommunen in Deutschland und Europa auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz unterstützt – fordere vollen Einsatz.

Hier zeigt sich Alexandra Kattmann bereits gut informiert. 42,4 Prozentpunkte von insgesamt erforderlichen 50 für die Verleihung des EEA habe Ladbergen schon erreicht, stellt sie fest. „Damit sind wir direkt vor dem Ziel.“ Projekte wie die Umstellung von weiteren Straßenlaternen auf LED-Licht sollen die fehlenden Punkte schnell einbringen.

Ein weiteres Vorhaben, bei dem Alexandra Kattmann ihren Sachverstand einbringen will, ist das Energetische Quartierskonzept „Wald-Dichter-Siedlung“ (WN berichteten). Hier sollen im Rahmen eines Info-Abends zum Thema „Energetische Sanierung“ am Donnerstag, 27. April, ab 18 Uhr im Rathaus Fragen der Bürger beantwortet werden. Die Veranstaltung wird von der Gemeinde Ladbergen zusammen mit dem Verein „Haus im Glück“ ausgerichtet. Darüber hinaus bereitet die Fachfrau Aktionen zur „Woche der Sonne“ vor, die vom 17. bis 25. Juni stattfindet.

Weitere Themen, derer sich Alexandra Kattmann in den kommenden Monaten annehmen will, sind der öffentliche Personennahverkehr beziehungsweise mögliche Alternativen wie die Benutzung von E-Bikes (fahren auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung und sind ab sechs Kilometer pro Stunde zulassungspflichtig) und Pedelecs (bieten nur dann Motorunterstützung, wenn der Fahrer in die Pedale tritt und sind bis 25 km/h nicht zulassungspflichtig).

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