Junge Frauen als Regisseurinnen
Krippenspiel einmal anders

Ladbergen -

Mit viel Elan haben sechs Jugendliche aus Ladbergen, Tecklenburg und Lengerich begonnen, im evangelischen Gemeindehaus am Lenhartzweg ihr eigenes Krippenspiel zu schreiben.

Dienstag, 05.09.2017, 23:09 Uhr

Allen Grund zu Freudensprüngen hatten offenbar (von links) Maya Rogge, Lena Ferlemann, Laura Schlathölter, Lotte Haase, Jessica Eising und Clara Kischke nach einem erfolgreichen Theaterwochenende.
Allen Grund zu Freudensprüngen hatten offenbar (von links) Maya Rogge, Lena Ferlemann, Laura Schlathölter, Lotte Haase, Jessica Eising und Clara Kischke nach einem erfolgreichen Theaterwochenende.

Der erste Tag diente dem Kennenlernen. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, Vertrauen zu einander zu finden. Dies sei wichtig bei der Theaterarbeit, betont die angehende Spiel- und Theaterpädagogin Ines Barkmann in einer Mitteilung. „Die Teilnehmer müssen sich sicher fühlen, um aus sich herausgehen zu können und so der Kreativität freien Lauf zu lassen.“ Auch galt es, die biblischen Berichte über die Geburt Jesu unter die Lupe zu nehmen.

Die Jugendlichen waren fasziniert von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Texte im Matthäus- und Lukas-Evangelium. „So ergaben sich automatisch Fragen und Ideen für die theatrale Umsetzung“, freut sich Ines Barkmann. Auch neue Erkenntnisse wie zum Beispiel, dass man in der Bibel vergeblich nach Ochs und Esel an der Krippe sucht und es sich bei den drei heiligen Königen um „Weise“ handelt, haben die jungen Frauen ebenso fasziniert wie die Erzählung über die Flucht von Maria und Josef mit ihrem Neugeborenen.

Durch viele unterschiedlichen Übungen zur Körperwahrnehmung, Ausdruck, Mimik, Emotionen und spontane Assoziationsketten gelang es den Akteuren, eine „Storyline“, also einen groben Szenenablauf des Stücks, aufs Papier zu bringen. Daran wird in den nächsten Wochen fleißig weitergefeilt.

Was dabei herauskommt, dürfen interessierte Ladberger am Heiligen Abend im Rahmen eines Familiengottesdienstes um 15 Uhr in der evangelischen Kirche erleben. Ihr Krippenspiel möchte das Team im November und Dezember mit Kindern im Grundschulalter einstudieren und dann gemeinsam mit Pfarrerin Miriam Seidel einen Gottesdienst gestalten, der es „den Menschen warm ums Herz werden lässt und die Weihnachtsbotschaft abwechslungsreich und einfühlsam vermittelt“. So das Ziel der Nachwuchsregisseurinnen.

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