Zu wenig sozialer Wohnungsbau?
„Gemeinde muss gegensteuern“

Ladbergen -

Die Grünen haben den Wohnungsmarkt ins Visier genommen. Wie der Fraktionssprecher Jörg Berlemann mitteilt, haben sie Bürgermeister Udo Decker-König einen Antrag zukommen lassen, in dem die Verwaltung gebeten wird, „nach Wegen zu suchen, wie in der Gemeinde Ladbergen der Soziale Wohnungsbau gefördert werden kann“.

Donnerstag, 07.09.2017, 06:09 Uhr

Ladbergen mit seinem hübschen Ortskern ist ein beliebter Wohnort. Immer mehr Baugebiete wurden in jüngster Zeit eröffnet, die Grundstücke schnell verkauft. Nach Meinung der Grünen fehlt es jedoch an sozialem Wohnungsbau.
Ladbergen mit seinem hübschen Ortskern ist ein beliebter Wohnort. Immer mehr Baugebiete wurden in jüngster Zeit eröffnet, die Grundstücke schnell verkauft. Nach Meinung der Grünen fehlt es jedoch an sozialem Wohnungsbau. Foto: Günter Schröer

Die Grünen haben den Wohnungsmarkt ins Visier genommen. Wie der Fraktionssprecher Jörg Berlemann mitteilt, haben sie Bürgermeister Udo Decker-König einen Antrag zukommen lassen, in dem die Verwaltung gebeten wird, „nach Wegen zu suchen, wie in der Gemeinde Ladbergen der soziale Wohnungsbau gefördert werden kann“ und „für eine notwendige Bauleitplanung geeignete Bauflächen zu überprüfen“.

Glücklicherweise, so die Grünen, sei die Gemeinde Ladbergen im Rahmen des demografischen Wandels zurzeit nicht von sinkenden Einwohnerzahlen betroffen. „Dies ist auf der einen Seite sehr positiv zu sehen, können doch so wichtige Infrastruktureinrichtungen wie die Kindergärten, die Grundschule, zur Grundversorgung notwendige Einzelhandelsgeschäfte und viele weitere soziale Einrichtungen erhalten bleiben“, heißt es in dem Antrag. Auf der anderen Seite führe es jedoch dazu, dass Wohnraum in Ladbergen immer knapper und teurer werde.

„Die Mieten steigen und Wohneigentum wird immer kostspieliger. Sozial Schwache werden benachteiligt. Für sie wird es immer schwieriger, geeigneten Wohnraum zu finden. Dies gilt insbesondere für Familien und Rentner. Der Bau von kleinen, altengerechten Wohnungen boomt zwar in Ladbergen, aber auch dort liegen die Mietpreise bereits bei einem Quadratmeterpreis von 8,50 Euro. Dies können sich viele Mieter nicht leisten“, sagt Jörg Berlemann.

Hier müsse die Gemeinde „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ versuchen gegenzusteuern. „Neben der Unterstützung sozial schwacher Einwohner würde der Bau von Sozialwohnungen dem im Rahmen des demografischen Wandels drohenden Einwohnerschwund entgegenwirken und ein weiterer Zukunftsbaustein für Ladbergen sein. Deshalb ist es wichtig, dass die Gemeinde hier eine Steuerungsfunktion übernimmt“, so die Grünen weiter.

Im Kreistag sei von der SPD ein Antrag gestellt worden, eine kreisweit agierende Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, die die Gemeinden bei der Schaffung und Bereitstellung von Sozialwohnungen unterstützen solle. „Dies wäre eine Möglichkeit, zusammen mit dem Kreis gemeinsam Lösungen zu finden. Eine weitere Zusammenarbeit könnte sich mit in der Nähe agierenden Wohnungsbaugesellschaften ergeben“, sind die Ladberger Grünen sicher.

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