Infotag in der Seniorenstube
Vorsorgen für den Sterbefall

Ladbergen -

Ein Sprichwort sagt, dass einem im Leben nichts geschenkt werde. Nicht einmal der Tod sei kostenfrei, denn dieser werde mit dem Leben beglichen. Wie viele Sprichwörter hat auch dieses einen wahren Kern: Stirbt ein Mensch, entstehen Kosten für die Bestattung, Gebühren, Korrespondenz et cetera. Geld, dass so mancher angesichts wachsender Lebensunterhaltungskosten und oft geringer Renten kaum noch hat. Was dann?

Donnerstag, 28.09.2017, 05:09 Uhr

Über die Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge informierte Yvonne Maneke (rechts) die Besucher der Seniorenstube. Im Anschluss wurden viele Fragen gestellt.
Über die Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge informierte Yvonne Maneke (rechts) die Besucher der Seniorenstube. Im Anschluss wurden viele Fragen gestellt. Foto: Luca Pals

„Viele Menschen wissen nicht, dass man schon zu Lebzeiten festlegen kann, wie die eigene Bestattung ablaufen soll, und wie man finanzielle Vorsorge treffen kann“, sagt Yvonne Maneke . Die Bestatterin referierte jetzt in der Seniorenstube und erhielt für ihre Ausführungen Lob der zahlreichen Gäste. Der Titel ihres Vortrages lautete: „Zwischen Himmel und Erde“.

„Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahl derer, die zusätzlicher staatlicher Hilfe bedürfen, künftig weiter erhöhen wird“, so die Fachfrau. In solchen Fällen würden vom Sozialamt alle relevanten Vermögenswerte festgestellt und auf die Unterstützung angerechnet. „Wer im Alter nicht auf eine externe Pflegeeinrichtung angewiesen ist, kann vielleicht Geld für den Sterbefall zurücklegen. In vielen Fällen muss aber die Familie für die Kosen aufkommen.“

Ein mit einer Treuhand-Gesellschaft abgeschlossener Bestattungsvorsorge-Vertrag könne zum Beispiel für Hinterbliebene eine Erleichterung und für den Betroffenen die Gewissheit bringen, dass im Sterbefall alles so ablaufe, wie er es sich wüsche, erklärte Yvonne Maneke. Im persönlichen Gespräch mit dem gewünschten Bestatter könnten Vorgaben hinsichtlich der eigenen Beisetzung getroffen und selbst die Musik für die Trauerfeier festgelegt werden. Zusätzlich werde die Finanzierung der Bestattung abgesichert.

„Das Geld wird auf ein Treuhandkonto eingezahlt. Die Höhe der Einlage richtet sich nach den Wünschen des jeweiligen Interessenten“, so Yvonne Maneke weiter. Möglich seien üblicherweise Beträge von 1500 bis 5000 Euro. Das Geld werde „mündelsicher“ angelegt, sodass Wertverluste der Anlage praktisch ausgeschlossen seien. Im Sterbefall werde die Einlage an den jeweiligen Bestatter ausgezahlt, der es vertragsgemäß verwende. Bleibe Geld übrig, erhielten es die Hinterbliebenen.

In Ladbergen, berichtete Yvonne Maneke, sei die Bestattungs-Vorsorge zurzeit kein weit verbreitetes Thema. Es seien aber am Ende ihres Vortrages in der Seniorenstube viele Fragen gestellt worden, So habe sich zum Beispiel mancher zuvor keine Gedanken darüber gemacht, dass das eigene Kapital oft schnell verbraucht sei, wenn die Unterbringung in einem Pflegeheim notwendig werde.

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