Radwege
„In Ladbergen fällt keine Tour aus“

Ladbergen -

Über einen Antrag der CDU-Fraktion zum Radwegebau wurde im Umweltausschuss diskutiert. Am Ende zogen die Christdemokraten diesen Antrag vorerst zurück.

Samstag, 25.11.2017, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 25.11.2017, 06:00 Uhr

„Erhebliche Mängel“ hatte die CDU im Radwegenetz der Gemeinde festgestellt. Es könne nicht sein, dass Radwege dort anfingen, wo das Gemeindegebiet ende beziehungsweise dort endeten, wo es anfange, hatte die Fraktion Mitte Oktober schon in einem Antrag an den Gemeinderat geschrieben ( WN berichteten). Die Zeit für den Bau von weiteren Radwegen und die Vernetzung der Trassen untereinander sei reif. Das Land stelle sogar Fördermöglichkeiten in Aussicht.

Der Antrag der CDU, über den am Donnerstagabend im Umweltausschuss diskutiert wurde, enthält fünf Punkte:

1. Die Verwaltung beauftragt ein Fachbüro mit der Erstellung eines Masterplanes „Radwege und Radwegevernetzung in der Gemeinde Ladbergen“. Abstell- und Lademöglichkeiten für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes sind im Masterplan einzubeziehen.

2. Aufgrund des Masterplanes wird eine Prioritätenliste zum Aufbau der Radwege erstellt.

3. Die Verwaltung fordert den Radwegeausbau an Landes- und Kreisstraßen, soweit das Gemeindegebiet betroffen ist, von den Straßenbaulastträgern ein und benennt Zeiträume für die Umsetzung.

4. Die Verwaltung prüft Fördermöglichkeiten und stellt entsprechende Anträge.

5. Benötigte Haushaltsmittel würden aus der Investitionspauschale zur Verfügung gestellt.

Um es vorwegzunehmen: Die übrigen Fraktionen erteilten dem CDU-Antrag eine Absage. Die Christdemokraten zogen ihn zurück.

Dr. Thomas Schulze-Eckel (FDP) meldete sich als Erster zu Wort: „In Ladbergen fällt keine Radtour aus, nur weil das Radwegenetz Lücken aufweist“, ist er sich sicher. Die Erstellung eines Masterplanes durch ein Fachbüro koste viel Geld, das die Investitionspauschale der Gemeinde nicht hergebe. Die Freien Demokraten würden dem Antrag sicher nicht zustimmen.

Ähnlich sehen es auch die übrigen Fraktionen. Die SPD brachten einen Betrag in Höhe von etwa 50 000 Euro ins Spiel, den ein Masterplan wohl verschlingen werde. Das Geld könne man sich sparen. Beim Kreis Steinfurt gebe es ein Kataster, in dem die Radwege detailliert verzeichnet seien, hieß es. Anhand dieses Planes könnten Politik und Verwaltung viele mögliche Maßnahmen selbst festlegen.

Von den Argumenten seitens der SPD, der FDP und der Grünen ließ sich die CDU-Fraktion überzeugen. Sie stimmte dem Vorschlag zu, in den kommenden Wochen durch Politik und Verwaltung einen Plan und eine Prioritätenliste erstellen zu lassen und dann erneut zu diskutieren.

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