Chorgemeinschaft St. Franziskus in Ladbergen
Botschaft des Glaubens

Ladbergen -

Die Verantwortlichen der katholischen Kirche St. Christophorus rund um Pater Hans-Michael Hürter hatten zum „Weihnachts-Oratorium“ von Heinrich Fidelis Müller (1837-1905), geschrieben nach den Worten der Heiligen Schrift, eingeladen. Thema ist der Aufbruch nach der Geburt Jesu. Akteure waren die Mitglieder der Chorgemeinschaft St. Franziskus aus Münster unter der Leitung von Wolfram Roth.

Sonntag, 07.01.2018, 23:01 Uhr

Die Chorgemeinschaft St. Franziskus aus Münster war zu Gast in St. Christophorus. Zur Feier des zehnjährigen Bestehens nach einem Zusammenschluss der Chöre von St. Norbert und Thomas Morus brachten die Akteure das „Weihnachts-Oratorium“ von Heinrich Fidelis Müller zu Gehör.
Die Chorgemeinschaft St. Franziskus aus Münster war zu Gast in St. Christophorus. Zur Feier des zehnjährigen Bestehens nach einem Zusammenschluss der Chöre von St. Norbert und Thomas Morus brachten die Akteure das „Weihnachts-Oratorium“ von Heinrich Fidelis Müller zu Gehör. Foto: Luca Pals

Der Applaus, den die Gäste dem Weihnachtsmusical gespendet hatten, ist längst verklungen, die Geschenke sind ausgepackt, die Verwandten abgereist, der Weihnachtsbaum hat seine Schuldigkeit getan, und die Heiligen drei Könige haben ihren Segen in die Häuser gebracht: Für die meisten Bürger dürfte Weihnachten Geschichte sein. Offiziell ging die Weihnachtszeit allerdings erst am Samstag zu ende – in Ladbergen mit einem beachtenswerten Konzert.

Wie Roth berichtete, besteht die Chorgemeinschaft nach einem Zusammenschluss der Chöre von St. Norbert und Thomas Morus in Münster seit zehn Jahren: ein runder Geburtstag also für die Akteure, die am Sonntagabend auch in der Norbertkirche in Münster-Coerde ihr Können zeigten.

„Ein Geschenk, gleich zu Beginn des neuen Jahres“, nannte Hans-Michael Hürter den Auftritt des Chores. Wolfram Roth versicherte: „Auch für mich ist es eine Ehre. An der Orgel dieser Kirche habe ich 1984 meine ersten Erfahrungen als Gemeindeorganist gemacht“. Das Oratorium, erklärte er dann, erzähle die Geschichte der Hirten, der Heiligen Drei Könige und der heiligen Familie nach der Geburt Jesus.

Schnell entwickelte sich ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Orgel, Geigen, Querflöten und Kontrabass mit den Stimmen des Chores. Drei meditative Texte erzählten unter anderem vom Aufbruch der Hirten von der Krippe: „Sie empfanden auf dem Heimweg ein Gefühl der Freude statt der Angst, die sie zunächst empfunden hatten. Sie spürten die Gegenwart Gottes ebenso wie seine Herrlichkeit“, erzählte Wolfram Roth und betonte: „Sie wissen: Auch für die Armen gibt es Gerechtigkeit.“

Lieder wie „Ehre sei Gott“ und „Stille Nacht“ versetzten die Zuhörer zurück in die weihnachtlichen Tage. Das Gehörte verfehlte seine Wirkung nicht. Am Ende gab es stehende Ovationen vom Publikum für die Chorgemeinschaft.

Die „Aufbruch-Botschaft“ begleitete viele Gäste möglicherweise noch auf dem Heimweg. Wolfram Roth: „Die drei Könige kehren, nachdem sie Heil erfahren hatten, auf einem anderen Weg zurück. Sie gingen nicht zu Herodes. Die Begegnung mit dem Mensch gewordenen Gott hatte sie verändert. Ihr Weg führte sie nicht nur von der Krippe weg, sondern auch fort von Hass, Neid und Gier.“

Ehe die Besucher gingen, wurde ihnen diese Botschaft mitgegeben: „Die heilige Familie kehrte damals in einen Alltag zurück, der, wie bei vielen von uns, ein gewohntes Bild zeigte. Die Kunst besteht darin, zu erkennen, dass der Glaube an Gott dem Menschen ein sinnvolles Leben auch im allzu oft grauen Alltags-Geschehen geben kann.“

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