Kronkorken-Aktion der Grünen
Helfen mit bunten Verschlüssen

Ladbergen -

Kronkorken. Wohl jeder kennt die kreisförmigen Blechstücke mit dem gezackten Rand. Und wohl kaum einer macht sich Gedanken über sie. Aufmachen und wegwerfen ist die Devise für die meisten Menschen. Anders die Ladberger Grünen. Die wollen mit einer Kronkorken-Aktion den Bürgern zeigen, wie viel Müll durch dieses kleine Abfall-Produkt zusammenkommt – und wie man mit Kronkorken helfen kann.

Mittwoch, 27.06.2018, 23:00 Uhr

Kleine Kronkorken, großes Ziel: Die Ladberger Grünen hoffen, dass sich die von ihnen an einigen Orten im Heidedorf aufgestellen Container mit vielen bunten Verschlüssen füllen. Der Erlös ihrer Aktion soll einem Projekt der Lebenshilfe zugute kommen.
Kleine Kronkorken, großes Ziel: Die Ladberger Grünen hoffen, dass sich die von ihnen an einigen Orten im Heidedorf aufgestellen Container mit vielen bunten Verschlüssen füllen. Der Erlös ihrer Aktion soll einem Projekt der Lebenshilfe zugute kommen. Foto: Privat

Wie Ortsverbands-Sprecherin Karin Rahmeier berichtet, wird im Heidedorf bereits viel in Sachen Recycling getan. Ausgediente Handys, Weinkorken und Batterien wurden und werden gesammelt und einer Wiederverwertung zugeführt, so die Politikerin. Ideengeber für die aktuelle Kronkorken-Sammlung der Grünen sei eine Aktion der Familie Robert Hille aus dem Jahr 2015 gewesen.

Zur Erinnerung: Robert Hille hatte damals als Mitglied des Vereins Lebenshilfe rund eine Million Kronkorken für einen guten Zweck gesammelt: der Finanzierung von Freizeit-Aktionen. Die Verschlüsse brachten bei der Recycling-Firma Lewedag rund 2,3 Tonnen auf die Waage.

„Kronkorken gehören in den Gelben Sack, nicht in den Restmüll, in den sie von vielen Menschen geworfen werden“, stellt Karin Rahmeier klar. „Noch besser ist es aber, sie für unsere Aktion zu sammeln und abzugeben“. Sammelboxen, so Rahmeier weiter, stehen an mehreren Stellen im Ort, unter anderem bei Getränke Berlemann.

Die gesammelten Kronkorken – im Fachjargon „Mischschrott“ – werden von den Initiatoren dem Recyclinghof Steinbach am Heidesch 7 zugeführt. Als Erlös erwarten die Grünen etwa zehn bis 15 Cent pro Kilogramm. Das Geld soll der „Tandem Beratung“ der Lebenshilfe gespendet werden.

Karin Rahmeier: „Die Lebenshilfe hilft Menschen mit geistiger Behinderung. Die Tandem-Beratung ist ein Verfahren, mit dem Menschen mit Behinderung jeweils einem anderen Behinderten helfen. Unter der Aufsicht eines Betreuers. So braucht man weniger Betreuer, und Menschen mit Behinderung lernen, Verantwortung zu übernehmen“.

Eines ist den Verantwortlichen schon jetzt klar: „So ein Kronkorken wiegt zwar nur etwa zwei Gramm. Wenn davon aber einige Tonnen zusammenkommen, so, wie wir es uns wünschen, wird das eine große logistische Herausforderung für uns.“

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