Seifriz-Preis für Haking Metallbau
Innovation zahlt sich aus

Ladbergen -

Als Laie fragt man sich unwillkürlich, warum das noch nicht früher erfunden worden ist: eine per Fernsteuerung zu betätigende Markise für Rundbogen- und Segment-Fenster. Hubertus Haking kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Und erklärt gleich, was das Geheimnis hinter seiner innovativen Markise ist. Per Seilzug wird die Markise bewegt und – ob geöffnet oder geschlossen – von der Technik ist nichts zu sehen.

Freitag, 20.07.2018, 21:00 Uhr

Hubertus Haking erläutert Anja Karliczek das Funktionsprinzip der Rundbogen-Markise an diesem Modell.
Hubertus Haking erläutert Anja Karliczek das Funktionsprinzip der Rundbogen-Markise an diesem Modell. Foto: Michael Baar

Eine Kundenanfrage hat den Ladberger Unternehmer auf die Idee gebracht, nach so einer Lösung zu suchen. Schnell war die Handwerkskammer Münster mit im Boot. Deren Innovationsberater Hans-Dieter Weniger vermittelt den Kontakt zur Fachhochschule Steinfurt und dort zu Professor Dr. Klaus Baalmann.

Ein Jahr dauert es von den ersten Überlegungen bis zur Produktionsreife, erzählt Hubertus Haking im Gespräch mit den WN. Ein Kloster in Bayern hat die ersten Rundbogen-Markisen erhalten. „Es ist ein denkmalgeschütztes Gebäude. Etwas anderes wäre dort gar nicht möglich gewesen.“ Jetzt dient das Gebäude dem Ladberger Betrieb als Referenzobjekt.

Der Kontakt zur Handwerkskammer hat allerdings noch weitere Folgen. Deshalb haben sich am Freitagmorgen auch zahlreiche Gäste auf dem Firmengelände an der Industriestraße eingefunden. Es ist ein Grund zum Feiern, denn Haking Metallbau hat den bundesweit ausgeschriebenen Seifriz-Preis erhalten.

Nicht nur deshalb hat die Ladberger Firma Aufmerksamkeit im Bundesministerium für Bildung und Forschung geweckt. Für die Ministerin ein Heimspiel. „Es ist doppelt schön, weil in meinem Wahlkreis so innovative Firmen sind und die Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis, Fachhochschule und Unternehmen, so gut läuft“, freut sich Anja Karliczek.

Hubertus Haking und sein insgesamt sechs Mitarbeiter zählendes Unternehmen sieht sie als Vorbild. „Wir müssen bei Innovationen schneller werden, in der gesamten Wirtschaft“, stellt die Ministerin fest. Anders sei es nicht möglich, wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb wertet sie es als gut, wenn Klein- und Mittelstandsbetriebe das Netzwerk aus Praxis und Theorie, in diesem Fall die Fachhochschule, nutzen. „Wir haben viele gute Denker, aber wir brauchen auch viele gute Tüftler“, sagt sie. Dass viele von denen im Münsterland heimisch sind, freut die Brochterbeckerin besonders. Dann lässt sie sich von Hubertus Haking erläutern, wie seine innovative Markise funktioniert.

Hinter ihrem Besuch steckt noch ein weiterer Aspekt, den sie rundheraus anspricht: „Ich will Ansprechpartnerin für die Menschen in meinem Wahlkreis bleiben.“ Auch wenn sie Chefin eines rund 1200 Mitarbeiter zählenden Ministeriums geworden ist.

Für Hubertus Haking hat sich das Tüfteln auch wegen des Preises gelohnt. „Es läuft gut“, sagt er. Nicht nur mit seinen innovativen Markisen. Schließlich bedient Haking Metallbau das gesamte Segment in Sachen Markisen, Sonnenschutzanlagen, Terrassenüberdachungen, Vordächern und darüber hinaus. „Ein Kunde hat sich gemeldet und gleich 100 Markisen bestellt“, erzählt Hubertus Haking. Die ganz normalen.

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