Udo Decker-König stellt sich 2020 nicht mehr zur Bürgermeisterwahl
CDU setzt auf Torsten Buller

Ladbergen -

Bis zur Kommunalwahl ist es lang hin, sie ist für den Herbst 2020 terminiert. Ob und wie sich die politische Landschaft bis dahin verändern wird, ist schwer einzuschätzen. Eines steht fest: Udo Decker-König wird nach der Kommunalwahl nicht mehr Bürgermeister von Ladbergen sein. Am Donnerstagabend haben die Christdemokraten einen möglichen Nachfolger präsentiert: Torsten Buller.

Mittwoch, 14.11.2018, 15:46 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 13.11.2018, 23:17 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 14.11.2018, 15:46 Uhr
Der „Afrouper“ (im Hintergrund) brauchte es nicht zu verkünden. Die Aufgabe, Torsten Buller (2. von rechts) als neuen Bürgermeister-Kandidaten der CDU vorzustellen, nahmen ihm Andreas Wellensiek, Günter Haarlammert und Dr. Markus Boertz (von links) ab.
Der „Afrouper“ (im Hintergrund) brauchte es nicht zu verkünden. Die Aufgabe, Torsten Buller (2. von rechts) als neuen Bürgermeister-Kandidaten der CDU vorzustellen, nahmen ihm Andreas Wellensiek, Günter Haarlammert und Dr. Markus Boertz (von links) ab. Foto: Sigmar Teuber

Der 44-Jährige wird nicht als Gegenkandidat zu Udo Decker-König antreten, der seit 2009 Verwaltungschef ist. „Uns ist seit einiger Zeit bekannt, dass der Bürgermeister bei der Wahl 2020 nicht antreten wird“, sagt der Vorstands-Vorsitzende der CDU , Dr. Markus Boertz, der gemeinsam mit Vorstandsmitglied Andreas Wellensiek und dem Fraktionsvorsitzenden Günter Haarlammert den neuen Kandidaten den Westfälischen Nachrichten vorgestellt hat. „Würde Udo Decker-König erneut antreten wollen, hätte er unsere Unterstützung.“

Decker-König bestätigte gestern auf Nachfrage der WN, dass er seine Tätigkeit als Verwaltungschef nicht über 2020 hinaus fortsetzen wird. Im Herbst 2009 hatte der Parteilose die Nachfolge von Wolfgang Menebröcker angetreten, der mehr als 30 Jahre lang – zunächst als Gemeindedirektor, dann als Bürgermeister – Chef der Verwaltung gewesen war. Im Mai 2014 trat Udo Decker-König erneut zur Wahl um den Posten des Bürgermeisters an – und gewann mit 78,7 Prozent der Wählerstimmen gegen Hendrik Lotz, der von der FDP ins Rennen geschickt worden war. Sein Entschluss, 2020 nicht mehr kandidieren, stehe – obwohl eine weitere Amtsperiode möglich sei – fest. „Ich bin dann 64 einhalb Jahre alt, mit vollem Pensionsanspruch, und habe 43 Jahre gearbeitet, das reicht“, sagt er schmunzelnd.

Der Kontakt zwischen Torsten Buller , der als Hobbys Fußball („leidenschaftlicher Fan des 1. FC Köln“) und Badminton angibt, und der CDU Ladbergen kam nach Auskunft des neuen Bürgermeister-Kandidaten durch Andreas Wellensiek zustande. „Wir sind beide in Settel aufgewachsen und haben den Kontakt nie verloren“, so Buller. Auch Ladbergen ist ihm offenbar nicht fremd. „Meine Lebensgefährtin, mit der ich seit rund 16 Jahren zusammen bin, stammt aus dem Heidedorf, ihr Vater lebt dort“. Am 1. Dezember will Torsten Buller mit seiner Partnerin ein Haus in Ladbergen beziehen.

Wie Markus Boertz erklärt, stellen die Christdemokraten ihren Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 schon jetzt vor, „um ihn frühzeitig bekannt zu machen und ihm Gelegenheit zu geben, Kontakte im Ort aufzubauen“. Ein „externer Kandidat“ – jemand, der bisher nicht in der Gemeinde verwurzelt ist – habe ihrer Ansicht nach das Potenzial, „frischen Wind“ in die Verwaltung zu bringen.

Thomas Kötterheinrich, Fraktionsvorsitzender der SPD, ist erstaunt, dass die Christdemokraten ihren Mann so früh vorstellen. Nichtsdestotrotz gibt er zu, dass sich auch die Ladberger Sozialdemokraten bereits Gedanken über die Wahl 2020 machen. „Als zweitgrößte Fraktion im Rat werden wir vermutlich einen eigenen Kandidaten vorstellen. Erste Gespräche laufen bereits. Es ist aber zu früh für eine endgültige Entscheidung und auch, mehr dazu zu sagen“, hält er sich bedeckt.

Jens Tiemann, Fraktionsvorsitzender der FDP, wusste, dass die CDU einen Kandidaten ins Rennen schicken würde. „Ob wir einen eigenen Bewerber aufstellen, steht noch nicht fest“, sagt er. Mit Torsten Buller wolle man demnächst ins Gespräch kommen.

Auch dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Jörg Berlemann, war bekannt, dass die CDU einen Bürgermeisterkandidaten präsentieren würde. „Wir stellen keinen eigenen Kandidaten auf“, stellt er klar. Torsten Buller wolle sich demnächst den Grünen vorstellen. „Wir werden ihn auf Herz und Nieren prüfen und schauen, ob er die ökologischen Inhalte unserer Fraktion tragen kann. Sollte das nicht so sein, wird es eventuell einen zweiten Kandidaten einer anderen Fraktion geben“, gibt sich auch Berlemann verschlossen.

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