Endgültige Fassung des Dorfentwicklungskonzeptes (Diek) vorgestellt
Auf 120 Seiten Ideen für Ladbergen

Ladbergen -

Das Dorfinnenentwicklungskonzept (Diek) für die Gemeinde stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses. Norbert Reimann vom beauftragten Planungsbüro Hahm stellte das Konzept in seiner endgültigen Fassung vor, die als Grundlage für die schrittweise Umsetzung der Projektideen dienen soll. Das über 100 Seiten starke Werk wurde von den Ausschussmitgliedern einstimmig abgesegnet.

Freitag, 30.11.2018, 18:36 Uhr aktualisiert: 03.12.2018, 16:34 Uhr
Wo soll im Dorf zuerst was passieren? Das zu entscheiden ist jetzt Aufgabe von Politik und Verwaltung.
Wo soll im Dorf zuerst was passieren? Das zu entscheiden ist jetzt Aufgabe von Politik und Verwaltung. Foto: nn

Zudem wurde die Verwaltung damit beauftragt, die lokalen Akteure in der weiteren Arbeit zu unterstützen sowie mögliche Zuschüsse und Fördermittel zur Umsetzung der Projektideen zu prüfen und gegebenenfalls zu beantragen.

Im Diek wurden in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Bürgern die Leitlinien, Ziele und konkreten Vorstellungen für eine zukünftige Dorfentwicklung formuliert (die WN berichteten). „Herausgekommen ist ein großes Maßnahmenbündel“, fasste Reimann zusammen.

Die Gestaltung des Dorfgemeinschaftshauses und dessen direktem Umfeld als Ortseingang, den Reimann als derzeit „nicht besonders attraktiv“ bewertete, spielten dabei eine wichtige Rolle. Die Überplanung des Bereichs Mühlenstraße/Kattenvenner Straße/Dorfstraße war ebenfalls ein Wunsch vieler Dorfbewohner, der die Verwaltung noch lange beschäftigen wird, denn: „Da sind Abstimmungen mit dem Kreis notwendig“, erläuterte Bürgermeister Udo Decker-König. „Die Umsetzung wird vermutlich noch einige Jahre dauern.“

Unter dem Punkt Freianlagen und Plätze im Dorf stehen eine Verbesserung und Verschönerung des Wohnmobilstellplatzes, der Parkplatzsituation vor dem Rathaus, dem Kirchplatz und die Arena auf der Liste. „Da sollte man im Sinne einer gemeinschaftlich nutzbaren Aktivitätsfläche planen“, empfahl Reimann. Als Beispiel nannte er einen Calis­thenics-Park, ein „Fitnessstudio für draußen“.

In Sachen Soziales/Freizeit riet er zu einer besseren Online-Vernetzung. Da gebe es „viele Handlungsmöglichkeiten“, bei denen Jugendliche eingebunden und die schon mit geringem finanziellen Mitteleinsatz erarbeitet werden könnten.

Mit dem Beschluss des Konzeptes durch den Ausschuss und durch den Rat bei seiner nächsten Sitzung geht es dann einen weiteren Schritt nach vorne: die Antragstellung bei der Bezirksregierung. Nach deren Zustimmung kann es mit der Beantragung von Fördermitteln, Gesprächen mit Grundstücksbesitzern und einigen einfach umzusetzenden Maßnahmen recht schnell an den praktischen Teil gehen.

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