Schultenhof als Zentrum der Integration
„Haben Alltagsprobleme weitestgehend im Griff“

Ladbergen -

„Willkommen“ – so heißt es in mehreren Sprachen schon an den Fenstern des Schultenhofes. Mehr als willkommen waren jüngst die Besucher beim Tag der offenen Tür. Der Einladung waren zahlreiche Einheimische und Geflüchtete gefolgt (die WN berichteten). Die Räumlichkeiten des Schultenhofes platzten daher fast aus allen Nähten.

Freitag, 25.01.2019, 16:04 Uhr aktualisiert: 27.01.2019, 13:40 Uhr
Treffpunkt für Einheimische und Geflüchtete: der Schultenhof.
Treffpunkt für Einheimische und Geflüchtete: der Schultenhof. Foto: rei

„Es ist Schwung drin“, resümiert Jochen Frigge , der gemeinsam mit Sigrid Bücker-Dowidat die Veranstaltung maßgeblich organisiert hatte. Damit meinte er aber nicht nur die Feier im Schultenhof, sondern auch die Eingliederung der Geflüchteten insgesamt.

Dass diese auf einem guten Weg ist, bewies die Zusammenkunft: viele lachende Gesichter, eine fröhliche Geräuschkulisse und viele helfende Hände hinter dem Tresen. Das Mitbring-Buffet spiegelte die Vielfalt der Nationen auf kulinarische Weise wider. Während sich die Erwachsenen austauschten, nutzten die Mädchen und Jungen das Spielangebot. Hier am Billardtisch oder am Kicker in den Wettbewerb zu treten, machte Jung und Alt sichtlich Spaß. Musik durfte ebenfalls nicht fehlen. Jannis Möller hatte sich dafür bereit erklärt und begeisterte die Besucher mit Songs aus eigener Feder.

Für die Integration der etwa 120 Zugewanderten – neun weitere aus Afghanistan und dem Iran werden jetzt im Januar erwartet – sind viele Ladberger engagiert. „Ehrenamtlich sind hier etwa 30 Leute unterwegs“, berichtete Frigge, unter anderem in Sprachkursen und der Fahrradwerkstatt. Auch bei der Bewältigung alltäglicher Probleme stehen sie den Flüchtlingen mit Rat und TaT zur Seite.

„Die Grundbedürfnisse sind mittlerweile gestillt“, berichtet Jochen Frigge. Das heißt, die Organisation des „Ankommens“ in Ladbergen ist zum größten Teil erledigt. „Die Alltagsprobleme haben wir weitestgehend im Griff“, fügte der Mitarbeiter des Sozialamtes hinzu. Nun werde vor allem eins in den Fokus gerückt: „Wir wollen die Geflüchteten mehr mit den Ladbergern zusammenbringen.“ Dafür gebe es schon mehrere Ideen. So sei etwa eine „Zwergenschule“ im Schultenhof geplant, ein Treffpunkt für Mütter und kleine Kinder. „Das wird kommen“, ist sich Jochen Frigge sicher.

Wortwörtlich wieder auf die Räder bringen wollen die Verantwortlichen die Fahrradwerkstatt. „Dafür suchen wir ganz dringend noch handwerklich geschickte Leute“, wünschte sich Sigrid Bücker-Dowidat, die auch insgesamt auf noch mehr ehrenamtliche Unterstützung setzt. „Wir haben unglaublich viele Ideen, aber die Zeit fehlt uns einfach, diese auch umzusetzen“, so die Koordinatorin für die Integration.

Eine nächste Veranstaltung für alle Interessierten ist schon terminiert. So wird am 23. Februar von 10 bis 13 Uhr der Bau von Cajon-Trommeln unternommen, eine Kooperationsveranstaltung mit der VHS. Das es dabei nicht bleiben wird, ist schon jetzt klar. Auf das so erfolgreiche Fest wollen die Verantwortlichen aufbauen und weitere Veranstaltungen in Sachen Völkerverständigung folgen lassen.

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