Udo Decker-König und seine Pläne
Dorf „für die Zukunft fit machen“

Ladbergen -

Dass er 2020 nicht erneut für die Wahl zum Bürgermeister kandidiert, hat Udo Decker-König längst kundgetan. Für ihn aber beileibe kein Grund, die Hände in den kommenden gut anderthalb Jahren in den Schoss zu legen. Im Gegenteil: „Ladbergen für die Zukunft fit zu machen“, hat sich der Amtsinhaber auf die Fahnen geschrieben und blickt im Gespräch mit den WN auf ein „spannendes Jahr 2019“.

Dienstag, 29.01.2019, 19:00 Uhr
Zuversichtlicher Blick auf die kommenden Monate: Das auf 120 Seiten zusammengefasste Dorfinnenentwicklungskonzept ist laut Udo Decker-König „eines der großen Projekte in diesem Jahr“.
Zuversichtlicher Blick auf die kommenden Monate: Das auf 120 Seiten zusammengefasste Dorfinnenentwicklungskonzept ist laut Udo Decker-König „eines der großen Projekte in diesem Jahr“. Foto: Mareike Stratmann

Dass er 2020 nicht erneut für die Wahl zum Bürgermeister kandidiert, hat Udo Decker-König längst kundgetan. Für ihn aber beileibe kein Grund, die Hände in den kommenden gut anderthalb Jahren in den Schoss zu legen. Im Gegenteil: „Ladbergen für die Zukunft fit zu machen“, hat sich der Amtsinhaber auf die Fahnen geschrieben und blickt im Gespräch mit den WN auf ein „spannendes Jahr 2019“. Die Themen, die ihn und seine Mitarbeiter im Rathaus, aber auch die Bevölkerung bewegen dürften, sind in der Tat vielfältig.

„Ende des Jahres wird jedes Haus ans Breitbandnetz angeschlossen sein.“ Man hört Decker-König an, dass ihm der Glasfaserausbau, an dem die Gemeinde mit einem Eigenanteil von mehr als 500 000 Euro beteiligt ist, ein Herzensanliegen ist. „Es ist unglaublich wichtig, um sowohl die Bürger als auch Industrie und Gewerbe zufriedenzustellen, die in der Vergangenheit bisweilen etwas ungehalten auf die früheren Zustände reagiert haben, heute aber zufrieden sind“, wie er anmerkt.

Apropos Gewerbe: Neue Unternehmen ansiedeln? Die Gewerbegebiete Königsbrücke und Espenhof sind voll. „Wir können aktuell niemanden bedienen“, stellt Decker-König fest, um hinzuzufügen, dass das künftig sehr wohl wieder der Fall sein wird. Ende vergangenen Jahres hat die Gemeinde den zweiten, etwa zwei Hektar großen Bauabschnitt im Gewerbegebiet Espenhof erworben. Die Bauleitplanung ist abgeschlossen, 2020 wird das laut Bürgermeister „sehr, sehr wichtige Teilstück“ entlang der B 475 Baureife erlangen. Und er ist zuversichtlich, dass es bei der Erweiterung um zwei Hektar nicht bleibt.

Positives in Sachen Gewerbegebiete auf der einen, die händeringende Suche nach Bauplätzen auf der anderen Seite: In den Baugebieten „In der Laake“ und „bei Brinksteffen“ im dritten Bauabschnitt befinden sich noch 13 Grundstücke in der Vermarktung, die Einträge auf der Nachfrage-Liste taxiert der Verwaltungschef derweil auf etwa 70. Gleichwohl, räumt er ein, bestehe die Möglichkeit der zukünftigen Entwicklung eigentlich nur noch Richtung Norden und Kattenvenner Straße.

Ein Thema, welches Ladbergen 2018 bereits beschäftigte und das auch 2019 tun wird, ist das Dorfinnenentwicklungskonzept, kurz Diek. Nachdem Ende vergangenen Jahres das 120 Seiten starke Abschlusskonzept vorgestellt wurde, geht es jetzt ans Eingemachte. Die Planungen für die Verkehrswege Dorfstraße, Schultenhof und Mühlenstraße sollen laut Decker-König nach einem zeitnahen Gespräch mit der Bezirksregierung angestoßen und Förderanträge für dieses und weitere Projekte gestellt werden. Mit dem Ausbau der Wanderwege Mühlenteich, Dorfteich und „Lütke Rott“ soll derweil noch 2019 begonnen werden. „Das Diek ist sicherlich eines der großen Projekte in diesem Jahr“, stellt der erste Bürger der Gemeinde fest.

Ein Projekt, dessen Förderfähigkeit ebenfalls geprüft wird, für das in diesem Jahr aber auf jeden Fall 30 000 Euro aus dem Gemeinde-Haushalt zur Verfügung stehen, ist die Aufwertung der Spielarena 12+, unter anderem durch die Installation einer Tischtennisplatte und zweier Basketballkörbe.

Der seit zehn Jahren erstmals strukturell ausgeglichene Halshalt erlaubt es der Gemeinde, kräftig zu investieren: unter anderem in die Sanierung und extensive Begrünung des Daches der Sporthalle II (530 000 Euro), die Anbringung von Sonnenschutz an Rathaus und DRK-Kindergarten (120 000 Euro), die Anschaffung eines neuen Feuerwehr-Fahrzeugs (360 000 Euro) und zweier E-Fahrzeuge für den Bauhof (117 000 Euro) sowie den Straßen-Endausbau im Baugebiet Lütke Rott (100 000 Euro) und den Straßenbau im Bereich der Kohnhorst­straße (255 000 Euro).

Außerdem ist es möglich, die Erweiterung des Speiseraums der Offenen Ganztagsschule schon in diesem Sommer und nicht erst 2020 zu realisieren. Kostenpunkt: 130 000 Euro. „Aber der Bedarf ist riesig“, lässt Decker-König keinen Zweifel an der Maßnahme, die sich in das dann gut eine Million Euro teure Programm der Erweiterung und Fassadensanierung der Grundschule einfügt, das in diesem Jahr abgeschlossen werden soll.

„Ein spannendes Jahr“ sagt der Bürgermeister voraus und sieht die Gemeinde angesichts steigender Bevölkerungszahlen und der großen Nachfrage nach Bau- und Gewerbegrundstücken „gut aufgestellt“. Vieles sei im Fluss, aber auch „zumindest eine harte Nuss zu knacken“: der geplante Aldi-Neubau am Kreisverkehr wird Politik und Verwaltung in diesem Jahr ohne Zweifel umtreiben. Ausgang offen.

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