Spritspar-Seminar für Bauhof-Mitarbeiter
Mehr Strecke aus dem Tank holen

Ladbergen -

Sprit und damit bares Geld sparen und somit noch etwas für die Umwelt tun: Klingt gut und das haben die Mitarbeiter des Bauhofs am Donnerstag gemacht. Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts der Gemeinde haben sie an einer Schulung mit Hans Niemann vom Forum Fahrsicherheit aus Rheine teilgenommen.

Donnerstag, 14.03.2019, 20:14 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 20:20 Uhr
Die Mitarbeiter des Bauhofs sowie Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann nahmen viel Wissenswertes aus dem Spritspar-Seminar mit Hans Niemann (rechts) mit.
Die Mitarbeiter des Bauhofs sowie Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann nahmen viel Wissenswertes aus dem Spritspar-Seminar mit Hans Niemann (rechts) mit. Foto: Mareike Stratmann

Wenn man mal ehrlich ist, den ein oder anderen Tipp zum spritsparenden Autofahren hat doch jeder schon mal gehört. Vorausschauend fahren, Abstand halten, die hochtourigen Drehzahlbereiche meiden – auch für die Mitarbeiter des Bauhofs nicht unbedingt Neuland. Und trotzdem staunten sie an der ein oder anderen Stelle nicht schlecht, als Hans Niemann ihnen gestern einen Vortrag über eine wirtschaftliche wie umweltbewusste Fahrweise hielt.

Eine vorgeschaltete Verbrauchsmessfahrt, dann die theoretische Wissensvermittlung, wie es besser geht, und schließlich eine Vergleichsfahrt. Lässt sich anhand einiger weniger, aber wichtiger Tipps, die der Mann vom Forum Fahrsicherheit aus Recke nach Ladbergen mitbrachte, der Verbrauch wirklich nennenswert reduzieren? „Gut zehn Prozent sind noch drin“, meint Hans Niemann am Mittag. „Die Werte“, sagt er nach Runde Nummer eins anerkennend, „sind allerdings schon ziemlich gut.“

Für den Fachmann geht es gestern darum, nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch schneller von A nach B zu kommen – und spätestens da zogen sich die Augenbrauen der Beteiligten hoch. Eine wesentliche Erkenntnis der ersten Fahrt: „Ihr steht zu viel. Dabei frisst jeder Stillstand Benzin“, sagt er und schiebt hinterher: „Beim Anfahren geht der Verbrauch bis auf 30 Liter pro 100 Kilometer hoch.“ Ergo heißt es, vorausschauender zu fahren, einen größeren Abstand zum Vordermann zu halten – laut Niemann möglichst drei Sekunden – und vor roten Ampeln und anderen wartepflichtigen Situationen mittels Motorbremsung langsam heranzufahren. „Dann geht der Verbrauch auf null“, sagt er und widerlegt zugleich die These, des Auskumpels. Der Verbrauch sei trotzdem um einiges höher, so Niemann. Und wenn sich der Stillstand nicht vermeiden lasse, dann doch bitte den Motor abstellen.

Ein weiterer Punkt ist die Fahrweise. „Wenn Sie anfahren, bleiben Sie maximal zwei Fahrzeuglängen im ersten Gang, der ist ein absoluter Spritfresser“, gibt er den Männern und Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann mit. „Zügig in den zweiten Gang schalten und beschleunigen, dann den dritten Gang überspringen und im weiteren Verlauf im niedrigen, nicht untertourigen Drehzahlbereich fahren“, so der Experte. Was ebenfalls allzu oft vergessen werde: regelmäßig den Reifendruck zu kontrollieren. „Das sollte einmal im Monat geschehen“, so der Fachmann.

Ob diese Tipps dauerhaft helfen, Sprit und damit Geld zu sparen? „Man muss es wollen und sich die Tipps immer wieder zur Hand nehmen“, sagt Niemann. Alexandra Kattmann ist zufrieden mit dem Verlauf des Trainings, das Teil des Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde ist. Vielleicht, überlegt die Klimaschutzmanagerin, lasse sich das Training auf ein breiteres Fundament stellen und allen Ladbergern zugänglich sein. Gestern waren erstmal die Bauhof-Mitarbeiter dran.

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