Kulturbühne Ladbergen
Amüsantes „Solo zu zweit“

Ladbergen -

Wer die Angebote der Kulturbühne Ladbergen regelmäßig wahrnimmt, kannte „Brieden & Waschk“ schon. Das Duo sorgte erneut für gute Unterhaltung, auch aufgrund des eigentlichen Berufes der beiden.

Samstag, 16.03.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 17.03.2019, 15:47 Uhr
Thomas Brieden (links) und Winfried James Waschk sorgten mit ihrem wahlweise humoristischen, sarkastischen und klischeebehafteten „Solo zu zweit“ für gute Laune bei den Besuchern der Kulturbühne.
Thomas Brieden (links) und Winfried James Waschk sorgten mit ihrem wahlweise humoristischen, sarkastischen und klischeebehafteten „Solo zu zweit“ für gute Laune bei den Besuchern der Kulturbühne. Foto: Anne Reinker

Den treuen Kulturbühne-Fans waren sie selbstverständlich noch ein Begriff: Brieden & Waschk – jenes Duo, das schon vor sieben Jahren bei Buddemeier für Unterhaltung sorgte. Am Donnerstag waren sie wieder zu Gast – dieses Mal mit ihrem „Solo zu zweit“. Die begnadetsten Sänger und Instrumentalisten sind sie sicherlich nicht, in ihrem Genre als Musikkabarettisten aber eine Größe, mit der man rechnen kann.

„Der Therapeut sagt, wir sollen offen damit umgehen“, sagte Thomas Brieden beginnend. „Wir sind hauptberuflich Lehrer“, gab sein Kompagnon Winfried James Waschk daraufhin zu. Brieden lehrt an einer Gesamtschule in Borken, Waschk unterrichtet an einer Realschule in Stadtlohn. Kein Wunder also, dass sich viele der humoristischen, sarkastischen und klischeebehafteten Szenen rund um das Thema Schule drehten.

So zeige beispielsweise der Pausengong, für welche Schulform er schlägt, meinten beide. Das hörte sich bei einer Realschule recht depressiv an, wie das Duo in­strumental deutlich machte. „Ja, dann würde ich auch nicht reingehen“, folgerte Brieden aus den Trompetenklängen von Waschk. Für jede Schulform gab es ein anderes musikalische Pausenende. „Hochgeistig, aber auch mit Druck“, so sei der Gong am Gymnasium. Ein Klischee der Hauptschule bediente Waschk mit folgendem Lied: „Asra, lass das Schminken sein, Murat pack die Shisha ein.“ Einen knackigen kurzen Ton wählte er für die Förderschule. Die Schüler „sollen sich ja nicht überfordert fühlen“. Gags, die vielleicht dem ein oder anderem leicht aufstießen. Doch Brieden und Waschk beide „verkappte Künstler, für die es nur für die Schule gereicht hat,“ wie Thomas Brieden sagte, kamen gut damit an.

Genau mit dieser Not, in den Schulen als Musiklehrer tätig zu sein, spielte das Duo: Mit einem Rap als „Ode an das Münsterland“ oder der typisch westfälische Plausch zweier Triangel-Spieler während einer Orchesterprobe zeigte sich das Duo zwar nicht pädagogisch wertvoll, dafür aber musikalisch bemüht. Tolle gesangliche und instrumentale Leistungen dagegen beim „Hänschen klein“. Dieses Lied als globaler Hit mit gesellschaftskritischen Hintergrund? Lässt sich kaum vorstellen, doch mit den Klängen von Brieden und Waschk geriet Hänschen auf Weltreise, mal russisch intoniert, mal chinesisch oder spanisch. Da konnte es dann nur noch heißen: „Hans olè!“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6473390?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F
WWU Baskets flambieren auch die Bayern-Talente
Wild entschlossen: Münsters Kai Hänig
Nachrichten-Ticker