Güterumschlag im Ladberger Kanalhafen rückläufig
„Wir stehen trotzdem gut da“

Ladbergen -

Klingt nicht gerade positiv: Ein Minus von 5,3 Prozent beim Güterumschlag von Binnengüterschiffen weist das statische Landesamt für den Ladberger Kanalhafen für das vergangene Jahr aus. Und trotzdem spricht der geschäftsführende Gesellschafter der Oelrich Hafen & Schifffahrt GmbH von einem „absolut zufriedenstellenden Jahr 2018“.

Donnerstag, 28.03.2019, 19:51 Uhr aktualisiert: 28.03.2019, 20:01 Uhr
Auch in Ladbergen wurden im vergangenen Jahr 5,3 Prozent weniger Güter umgeschlagen. Im Vergleich zum Landestrend, der ein Minus um zehn Prozent verzeichnete, sind das allerdings geradezu positive Zahlen.
Auch in Ladbergen wurden im vergangenen Jahr 5,3 Prozent weniger Güter umgeschlagen. Im Vergleich zum Landestrend, der ein Minus um zehn Prozent verzeichnete, sind das allerdings geradezu positive Zahlen. Foto: Sigmar Teuber

In den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen wurden im Jahr 2018 rund 114,7 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, lag der Güterumschlag damit um 10,4 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Mit sinkenden Zahlen hat auch der Kanalhafen in Ladbergen zu kämpfen. Allerdings beträgt der Rückgang im Hafen der Firma Oelrich „nur“ 5,3 Prozent.

Laut dem Zahlenwerk des Landesamtes wurden an den Kaimauern des Dortmund-Ems-Kanals 2017 rund 383 000 Tonnen umgeschlagen – heißt in Empfang genommen oder auf die Reise geschickt. Ein Jahr später waren es 362 000 Tonnen. Für Markus Oelrich sind diese Zahlen, wie er auf WN-Nachfrage sagt, allerdings „keineswegs besorgniserregend“. Der geschäftsführende Gesellschafter der Oelrich Hafen & Schifffahrt GmbH spricht vielmehr von einem „absolut zufriedenstellenden Jahr 2018“ und „normalen Schwankungen“.

Für den landesweiten Rückgang im Güterumschlag macht er „das Kleinwasser in Folge des heißen Sommers“ verantwortlich. Gerade auf dem Rhein habe die Schifffahrt mit den niedrigen Pegelständen massiv zu kämpfen gehabt. Das habe natürlich auch der Hafen in Ladbergen zu spüren bekommen.

Für das laufende Jahr hofft Markus Oelrich, die Zahlen von 2018 auf jeden Fall wiederholen, wenn nicht sogar „um bis zu zehn Prozent steigern“ zu können. Dabei helfen soll die Erweiterung des Ladberger Binnenhafens, die auf der Länge von rund 275 Metern nördlich des Sicherheitstores kurz vor der Fertigstellung ist. „Aktuell werden die Anlagen befestigt. In drei, vier Wochen sind wir fertig und können mit dem Umschlag beginnen“, sagt Markus Oelrich. In der Folge sollen dort dann jährlich weitere 150 000 bis 200 000 Tonnen umgeschlagen werden. Die Kapazitätsgrenzen des bisherigen Hafens liegen bei bis zu 700 000 Tonnen Gütern jährlich.

Zwei Asse wähnt die Firma Oelrich Hafen & Schifffahrt GmbH dabei im Ärmel. So verfügt der Ladberger Kanalhafen über den einzigen 40-Tonnen-Kran zwischen Ruhrgebiet und Emsland, der es ermöglicht, die tonnenschweren Türme für Windkraftanlagen vom Schiff auf die Straße zu bringen. Zudem sorgt eine Topas-Abfüllmaschine seit dem vergangenen Jahr dafür, dass loses Streugut direkt im Ladberger Hafen in Zehn- bis 50-Kilo-Säcke versackt werden kann. Angesichts dessen, dass das Unternehmen Oelrich in der Dünge- und Streugut-Verladung einen interessanten Wachstumsmarkt sieht, passt es ins Bild, dass der geschäftsführende Gesellschafter sagt: „Im Bereich Dünger erwarten wir Zuwächse.“

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