FDP beantragt Prüfung der Vertragskündigung und Kostenermittlung
Gelbe Tonne statt Sack?

Ladbergen -

Der gelbe Sack – seit eh und je ein Zankapfel: Die FDP beantragt nun, die Gemeinde Ladbergen möge prüfen, wie es sich mit einer etwaigen Vertragskündigung und der Umstellung auf eine gelbe Wertstofftonne verhält. Laut der Fraktion spricht sich die deutliche Mehrheit für die Tonne aus. Was meinen Sie? Stimmen Sie ab!

Montag, 01.04.2019, 20:17 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 20:30 Uhr
Die FDP lässt die Umstellungsmöglichkeiten auf eine gelbe Tonne prüfen.
Die FDP lässt die Umstellungsmöglichkeiten auf eine gelbe Tonne prüfen. Foto: Astrid Springer

Die Reißfestigkeit von gelben Säcken: Ein immer wieder heiß diskutiertes Reizthema. Entweder sie gehen angesichts der sehr dünnen Folie bereits beim bloßen Abreißen von der Rolle kaputt oder aber im gefüllten Zustand, wenn man sie aus dem Müllständer nehmen will. Ein Ärgernis, das jetzt die FDP auf den Plan ruft. Sie hat bei der Gemeinde den Antrag gestellt, zum einen die Kündigungsmöglichkeiten des Vertrages mit dem Entsorger zu prüfen und zum anderen Informationen über die (Mehr)Kosten bei einer etwaigen Einführung der gelben Tonnen zusammenzutragen.

Aktuell werden Verkaufsverpackungen aus Metallen, Kunststoffen und Verbundstoffen (Tetrapacks) in der Gemeinde Ladbergen in gelben Wertstoffsäcken im 14-tägigen Rhythmus über das Duale System gesammelt und entsorgt. Die FDP-Fraktion stellt fest, dass diese Wertstoffsäcke neben ihrer Reißanfälligkeit aufgrund der sehr dünnen Folie zudem „häufig durch stärker auftretende Stürme zerrissen und umhergeweht“ werden. Der in den Säcken gelagerte Müll verteile sich dann unkontrolliert auf Bürgersteigen, Straßen und in Gärten. „Auch Katzen und anderes Kleingetier machen sich an den Säcken zu schaffen und reißen sie dabei mit den zuvor schon geschilderten Folgen auf. Das gilt insbesondere, wenn die Wertstoffsäcke, wie üblich, schon am Tag vor der Entleerung auf den Bürgersteig verbracht werden.“

Die Liberalen sind überzeugt, „dass sich Derartiges durch eine Umstellung auf sogenannte gelbe Tonnen vermeiden ließe“. Zudem führen sie aus, auf diese Missstände verschiedentlich von Bürgern angesprochen worden zu sein und dieses selbst erlebt zu haben. Ihrer Einschätzung nach hat sich „die deutliche Mehrheit der so beteiligten Bürger für die Umstellung der Sammlung von Wertstoffsäcken auf die gelbe Tonne ausgesprochen und war auf Nachfrage auch mit einer etwaigen Gebührenerhöhung einverstanden.“

Bevor eine Entscheidung über die Umstellung getroffen werde, „sollten wir wissen, zu wann und unter welchen Voraussetzungen der jetzige Vertrag beendet werden kann, welche Kosten mit einer Umstellung entstehen würden und wie sich diese auf die Höhe der Müllgebühren auswirken würden“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Jens Tiemann.

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