Lions-Clubs erinnern an die Idee zum Friedenspark vor 20 Jahren
Fortdauerndes Zeichen des Friedens

Ladbergen -

Ein wohltuender Ort der Einkehr und Ruhe, aber auch ein wichtiger Beitrag, um ein friedvolles Zusammenleben der europäischen Völker zu demonstrieren: Diese Bedeutung kommt dem Friedenspark seit 20 Jahren zu. Mit einem Festakt zum runden Geburtstag wurde dieser am Samstagmittag von Lions-Clubs aus der nahen wie weiteren Umgebung sowie aus den Niederlanden begangen.

Sonntag, 14.04.2019, 20:49 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 18:06 Uhr
Für viele Ladberger ist der Friedenspark ein lieb gewonnener Ort der Ruhe und Einkehr: An dessen Anlage erinnerten die beteiligten Lions-Clubs aus Deutschland und den Niederlanden während ihres Treffens am Samstag.
Für viele Ladberger ist der Friedenspark ein lieb gewonnener Ort der Ruhe und Einkehr: An dessen Anlage erinnerten die beteiligten Lions-Clubs aus Deutschland und den Niederlanden während ihres Treffens am Samstag. Foto: Anne Reinker

Gleich mehrere Lions-Vereinigungen waren es damals, die den Friedenspark im Zentrum Ladbergens im Gedenken an den Westfälischen Frieden anlegten und am 31. Oktober 1998 eröffneten.

„Bei vielen ist das Bewusstsein verloren gegangen, dass wir uns permanent und kraftvoll für ein grenzenloses Europa als Zone des Friedens einsetzen müssen“, sagte Siegfried Mühlenweg, Distrikt-Gouverneur der Lions Westfalen-Lippe, in seiner Begrüßung. Mit der Begeisterung und Internationalität, mit Freundschaften und Partnerschaften der Lions könne Europa gestützt und gestärkt werden, meinte er. Ein sichtbarer Beweis dafür sei der Besuch der niederländischen Freunde und Partner.

An einige Stationen der Entwicklung des Friedensparks erinnerte Udo Decker-König. Und er dankte den Lions: „Den Bürgerinnen und Bürgern von Ladbergen wird mit dem Friedenspark ein Ort der inneren Einkehr geboten.“

Die Festrede hielt Franz Hartje vom Lions-Club Münster-Westphalia, der zugleich Organisator des Treffens war. Von der ersten Idee, auf welche Weise man im Gedenken an den Westfälischen Frieden eine Aktion starten könnte, über die Mitarbeit der Gemeinde bis hin zur praktischen Umsetzung der Anlage mit dem Pflanzen der Bäume erläuterte Hartje die Entstehung des Parks. In dessen Zentrum wurde damals der noch heutige dort beheimatet Gedenkstein in Form eines „F“ für Frieden platziert, auf dessen Messingschild alle beteiligten Clubs verewigt sind.

Zu den Feierlichkeiten anlässlich des Schlusses des Westfälischen Friedens vor 350 Jahren habe man nicht abseits stehen wollen, wenn es darum gehe, ein erinnerndes Zeichen an einen menschenverachtenden und kulturvernichtenden Krieg zu setzen, sagte Hartje. „Und gleichzeitig sollte mit einem solchen Zeichen ein permanent wirkendes Bewusstsein für die Friedensnotwendigkeit geschaffen werden.“

Das wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu holen, sei ausschlaggebend für den Ort des Treffens gewesen. Er sei dankbar, dass er zusammen mit den Lions-Freunden im Friedenspark den Gedanken des Friedens stärken dürfe. „Nehmen Sie den Gedanken des Friedens von hier aus mit in Ihre Lions-Clubs und in Ihre persönliche Umgebung“, bat der Festredner. „Frieden beginnt nämlich zuerst bei uns selber. Und nutzen Sie Ihren Einfluss, unsere Mitbürger anzustiften, sich aktiv an der Wahl zum Europäischen Parlament zu beteiligen“, forderte er auf. „Als Gemeinschaft der Lions International können wir viel bewegen. Tun wir es“, schloss Hartje seine Ansprache.

Für den musikalischen Rahmen des Festaktes sorgte der Musikverein Ladbergen, Naturgenussführerin Stefanie Fornfeist als „Use Rosa“ erläuterte den „Löwen“ auf dem Weg zu „Lilli‘s Restaurant“ Interessantes aus der heimischen Flora und der lokalen Historie. Nach einem gemeinsamen Mittagessen präsentierten die Lions intern ihre Aktivitäten.

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