Spielregeln fürs Abbrennen von Osterfeuern
Nicht jeder und längst nicht alles

Ladbergen -

Brauchtumsfeuer gehören für viele zu den Osterfeiertagen wie der Osterhase und die Eiersuche. Und der Gedankengang, im Garten über die Feiertage spontan ein paar abgeschnittene Äste und vertrocknete Pflanzen zu verbrennen, mag naheliegend klingend. „Ist aber nicht erlaubt“, wie Angelika Pfaff aus der Gemeindeverwaltung klarstellt.

Montag, 15.04.2019, 22:24 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 23:00 Uhr
Ein alter Brauch und eine schöne Gelegenheit, mit Familie, Freunden und Bekannten zusammenzukommen: Doch beim Abbrennen von Osterfeuern sind auch in Ladbergen einige Spielregeln zu beachten.
Ein alter Brauch und eine schöne Gelegenheit, mit Familie, Freunden und Bekannten zusammenzukommen: Doch beim Abbrennen von Osterfeuern sind auch in Ladbergen einige Spielregeln zu beachten. Foto: Rainer Nix

Wer in Ladbergen ein Osterfeuer entzünden will, muss es vorher bei der Gemeinde anmelden. Und: Trotzdem darf es längst nicht jeder. Wie man der „ortsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Gemeinde Ladbergen“ entnehmen kann, ist der Zweck jener Feuer nicht, „pflanzliche Abfälle durch schlichtes Verbrennen zu beseitigen. Brauchtumsfeuer dienen der Brauchtumspflege“ und dürfen „nur von in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaften, Organisationen, Nachbarschaften und Vereinen unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege im Rahmen einer öffentlichen für jedermann zugänglichen Veranstaltung durchgeführt werden.“

Gut 20 Osterfeuer sind in den zurückliegenden Wochen bei der Gemeinde angemeldet worden, sagt Angelika Pfaff – die vermutlich größten von der Landjugend, Sport- und Schützenvereinen. Allerdings, schränkt sie ein, waren das früher schon mal mehr. Die Anzahl der Osterfeuer sei rückläufig.

Bei den Feuern sind einige Spielregeln einzuhalten. Seien es Mindestabstände zu Gebäuden und Gehölzen (je 25 Meter) sowie Waldflächen, Naturschutzgebieten und Autobahnen (je 100 Meter) oder auch die Zeiten, in denen die Feuer entzündet werden. Das darf ausschließlich von Karsamstag bis Ostermontag jeweils von 18 bis 24 Uhr geschehen. Und selbstverständlich darf auch nicht alles verbrannt werden, was einem gerade in die Hände fällt. „Ausschließlich unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste“, erinnert Angelika Pfaff und sagt auch, dass das Einhalten dieser Spielregeln kontrolliert werde. „Wir schauen uns die Feuer im Vorfeld an und gucken, ob alles in Ordnung ist.“ Wie die Erfahrung lehrt, war das in der Vergangenheit nicht immer der Fall: „Wir haben auch schon Autoreifen und lackiertes Holz aus den Haufen gezogen“, nennt die Verwaltungsfachangestellte nur zwei der Verstöße.

Darüber hinaus erinnert sie daran, dass die Haufen erst unmittelbar vor Verbrennen aufgeschichtet werden sollen, da nicht selten Vögel und Nagetiere in dem Schlagabraum Unterschlupf suchen. Andernfalls müssen sie umgeschichtet werden.

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