Leidenschaftlicher Heimatfreund
Trauer um ein Ladberger Original

Ladbergen -

Er war leidenschaftlicher Heimatfreund, umtriebiger Geschäftsmann, politisch engagiert und hatte zudem ein großes Herz für den Handball: Das hat jetzt aufgehört zu schlagen. Gustav Kötterjohann, den in Ladbergen alle nur „Tuffel“ nannten, ist nach langer schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren verstorben.

Samstag, 04.05.2019, 14:00 Uhr
Gustav Kötterjohann ist nach langer schwerer Krankheit am 25. April im Alter von 69 Jahren verstorben.
Gustav Kötterjohann ist nach langer schwerer Krankheit am 25. April im Alter von 69 Jahren verstorben. Foto: Mareike Stratmann

Der gelernte Gärtner entdeckte früh sein Herz für den Heimatverein. Im Alter von 25 Jahren wurde er Mitglied und machte sich über Jahrzehnte mit viel Herzblut, Geschick und Engagement für dessen Belange stark. 1994 übernahm er den Vorsitz und schaffte es, die Ladberger mit großer Leidenschaft vom Heimatgedanken zu überzeugen.

Im ersten Jahr seiner Amtszeit traten dem Verein über 100 neue Mitglieder bei. Er machte sich in vielen Belangen für „sein“ Ladbergen stark – sei es für die Eröffnung des Schuhmachermuseums, die Initialisierung des Maibaumrichtens, das zumeist bei „Tuffel-Wetter“ – also strahlendem Sonnenschein – und in diesem Jahr schon zum 30. Mal stattfand. Er brachte den Holskenball ins Gespräch – heute die Hauptveranstaltung der Heimatfreunde – und machte sich für die Realisierung des Heimatmuseums auf dem Hof Jasper-Hildebrand stark.

Zudem brachte er als umtriebiger Geschäftsmann, der sich sowohl mit eigener Gärtnerei als auch Maklerbüro einen Namen machte, die Werbegemeinschaft 1990 auf den Weg und war deren erster Vorsitzender, ehe er sich entschloss, 1999 für die CDU als Bürgermeister zu kandidieren. Dieses Vorhaben scheiterte zwar, doch saß er bis 2005 im Gemeinderat.

2008 legte er aus gesundheitlichen Gründen das Amt des Vorsitzenden im Heimatverein nieder, wurde aber zu dessen Ehrenvorsitzendem ernannt. Die TSV-Handballer unterstützte er viele Jahre mit Rat und Tat, unter anderem im Förderverein.

Mit seiner Familie – „Tuffel“ hinterlässt eine Ehefrau, zwei Kinder und zwei Enkel – trauern viele Menschen um ein Ladberger Original, das vieles im Ort bewirkt hat.

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