Informationsveranstaltung von CDU, FDP, Grünen und SPD
Europa ist derzeit eine Baustelle

Ladbergen -

„Machen wir uns nichts vor, Europa ist im Moment eine Baustelle“, sagte Bernd Weber am Mittwochabend bei Buddemeier. Der stellvertretende Vorsitzende der Europa-Union Kreisverband Steinfurt sprach auf Einladung der im örtlichen Rat vertretenen Parteien über „Europa, Sehnsuchtsort oder Sündenbock?“. Die Resonanz seitens der Bevölkerung an der Informationsveranstaltung war, abgesehen von den Lokalpolitikern, jedoch eher gering.

Donnerstag, 16.05.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 17.05.2019, 15:12 Uhr
Beschäftigen sich parteiübergreifend mit der Zukunft der EU: (von links) Ulrich Untiet (SPD), Dr. Markus Boertz (CDU), Referent Bernd Weber (Europa-Union Steinfurt), Meike Steube-Niemeyer (Grüne), Dr. Thomas Schulze Eckel (FDP) und Karin Rahmeier (Grüne).
Beschäftigen sich parteiübergreifend mit der Zukunft der EU: (von links) Ulrich Untiet (SPD), Dr. Markus Boertz (CDU), Referent Bernd Weber (Europa-Union Steinfurt), Meike Steube-Niemeyer (Grüne), Dr. Thomas Schulze Eckel (FDP) und Karin Rahmeier (Grüne). Foto: Anne Reinker

Alles, was in die Richtung eines europäischen Verbundes geht, werde man unterstützen, erklärte Bernd Weber den Schwerpunkt der Europa-Union. „Wir alle haben es in der Hand, wie wir letztendlich damit umgehen“, appellierte er. Es lohne sich, sei doch die Europäische Union ein „Garant für den Frieden“. „Sie hat eine Erfolgsbilanz, das muss man einfach mal sagen“, so der Referent im Weiteren.

Wie viel im alltäglichen Leben der hiesigen Bevölkerung mit der EU zusammenhängt, erklärte Bernd Weber und wies unter anderem auf EU-Fördermittel für Studienaufenthalte, regionale und kommunale Einrichtungen wie auch Forschungsarbeiten der Universität Münster hin. Im Heidedorf profitierte beispielsweise die Dachsanierung der Sporthalle II mit einer Förderung von über 360 000 Euro, 45 600 Euro gab es für ein E-Auto für den Bauhof. Über 1,25 Millionen flossen in die örtliche Landwirtschaft. „Jeder siebte Arbeitsplatz im Münsterland ist abhängig vom EU-Binnenmarkt“, informierte Bernd Weber weiter.

Auch erwähnte der Redner die großen internationalen Abkommen, etwa in Sachen Klimaschutz und Handel und nicht zuletzt die Währungspolitik. „Das sind ganz klare Errungenschaften, dass muss man einfach so sehen“, meinte Weber zum „Sehnsuchtsort Europa“. In diesem leben zu dürfen, könne man, auch wenn die Europäische Union zukünftig anders aufgestellt werden müsse, als Lottogewinn sehen.

Im Umkehrschluss würde ein „kaputtes“ Europa teils noch unvorhersehbare Folgen nach sich ziehen. Die Prüfsteine in Sachen EU sieht die Europa-Union Deutschland unter anderem bei der Handlungsfähigkeit Europas mit mehr Kompetenzen für das Europäische Parlament, bei sozialen und solidarischen Aufgaben und gemeinsamen Streitkräften.

Doch wie begeistert man für die Wahl? „Man muss versuchen, die Gesellschaft zu bewegen, sie über das Bauchgefühl zu erreichen“, meinte Bernd Weber.

Die Europa-Union habe sich auf die Fahne geschrieben, die Begeisterung für die EU zu wecken und zum Wahlgang am 26. Mai zu animieren. Dem schloss sich Dr. Markus Boertz (CDU) an. Er erinnerte daran, dass die vier hiesigen Parteien auch am morgigen Samstag über die bevorstehende Wahl informieren. Dann möchten die Lokalpolitiker mit den Ladbergern ab 14 Uhr auf dem Dorfplatz am Afrouper ins Gespräch kommen.

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