Europawahl geht in die heiße Phase
728 haben schon abgestimmt

Ladbergen -

Um 18 Uhr am Sonntag, 26. Mai, ist Feierabend. Wer sein Kreuzchen bis dahin nicht auf dem fast einen Meter langen Wahlschein gemacht und diesen in die Urne im Wahllokal oder im Fall der Briefwahl in den Briefkasten des Rathauses eingeworfen hat, stimmt nicht über die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments ab. Dabei zeichnet sich in Ladbergen ab, dass diese Chance viele Einwohner sehr wohl nutzen wollen. 728 Anträge auf Briefwahl hat das Wahlbüro bis Montagmittag bearbeitet.

Montag, 20.05.2019, 20:33 Uhr aktualisiert: 20.05.2019, 20:40 Uhr
Wer nimmt nach der Wahl im Europäischen Parlament in Straßburg Platz? In Ladbergen haben darüber bis Montagmittag bereits 728 Wahlberechtigte abgestimmt. Claudia Höhn ist mit dem bisherigen Verlauf zufrieden.
Wer nimmt nach der Wahl im Europäischen Parlament in Straßburg Platz? In Ladbergen haben darüber bis Montagmittag bereits 728 Wahlberechtigte abgestimmt. Claudia Höhn ist mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Foto: dpa

„Das ist ein ordentlicher Wert“, sagt Claudia Höhn. Wenngleich sie einräumt, dass der Run auf die Briefwahlunterlagen in der Umgebung deutlich höher zu sein scheint, wie sie aus Gesprächen mit Kollegen weiß. „Aber wir haben ja noch vier Tage.“ Bis 18 Uhr können am Freitag die entsprechenden Unterlagen im Rathaus abgeholt werden. Alternativ kann im dortigen Briefwahllokal auch direkt gewählt werden. „Was nach wie vor einige überrascht“, wie die Wahlverantwortliche im Ladberger Rathaus seit Wochen immer wieder feststellt.

Die wesentlichen Vorbereitungen auf die Europawahl , die die Verwaltungsangestellte seit Monaten beschäftigen, sind abgeschlossen. Die Wahlhelfer sind gefunden, deren Kisten mit Unterlagen und Nervennahrung weitestgehend gepackt, die Briefwahl ist in vollem Gang und wie in der Vergangenheit erwartet Claudia Höhn in dieser Woche noch zahlreiche Ladberger in ihrem Büro, die im Vorfeld des 26. Mai wählen wollen.

„Weil es so schön praktisch ist.“ „Weil wir am Sonntag schon etwas anderes vorhaben.“ „Weil wir dann im Urlaub sind.“ Es sind die gängigen Sätze, die Höhn und ihre Kollegen dann hören. Und sie schätzen, dass am Ende circa 1000 der insgesamt 5228 Wahlberechtigten im Heidedorf ihr Kreuz per Briefwahl gemacht haben dürften.

In diesem Zusammenhang erinnert sie an zwei Dinge: Erstens: Wer die Wahlunterlagen von der Verwaltung noch zugeschickt bekommen möchte, sollte sich sputen. „Die muss ich bis Donnerstag rausschicken. Sonst könnte es eng werden“, mutmaßt Claudia Höhn. Und zweitens erinnert sie an die ausgefüllte Vollmacht, die diejenigen vorlegen müssen, die die Unterlagen für Verwandte mitbringen sollen. „Die wird doch gerne mal vergessen.“

Was sie natürlich nicht weiß: Wie hoch die Wahlbeteiligung am Ende sein wird und wie das Votum ausfällt. Bei der Europawahl 2014 lag die Wahlbeteiligung bei guten 69,3 Prozent. Damals fielen Europa- und Kommunalwahl aber auch auf einen Termin. Vor fünf Jahren stimmten 39,3 Prozent für die CDU, die SPD erhielt 35,5 Prozent der Stimmen. 10,8 Prozent votierten für die Grünen, sechs Prozent für die FDP. Die Linke brachte es auf 2,6 Prozent, die AfD auf 2,2 Prozent.

Und noch ein Blick in die Statistik: 2009 gaben 50,8 Prozent ihre Stimme ab, 2004 waren es lediglich 45 Prozent, 1999 47,8 Prozent.

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