„Land und lecker“ bei Erpenbecks zu Gas
Die Mutter kann‘s – der Sohn auch?

Ladbergen/Lengerich -

Die Tage von Henner Erpenbeck sind während der Spargelsaison ohnehin lang. Und vergangene Woche waren sie noch mal ein ganzes Stück länger. Denn neben dem edlen Gemüse bestimmte vor allem ein Fernsehteam des WDR die Wege des Spargelbauern. „Das war schon eine Hausnummer“, gibt Henner Erpenbeck im Nachhinein zu. Um schnell hinterher zu schieben: „Dass es aber auch unglaublich viel Spaß gemacht hat. Zumal mir alle bestmöglich den Rücken freigehalten haben.“

Freitag, 07.06.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 10.06.2019, 17:42 Uhr
Dieses Mal kocht der Sohn: Henner Erpenbeck stellt im Juli bei der Fernsehsendung „Land und lecker“ sein Können unter Beweis – mit Mutter Freya an seiner Seite.
Dieses Mal kocht der Sohn: Henner Erpenbeck stellt im Juli bei der Fernsehsendung „Land und lecker“ sein Können unter Beweis – mit Mutter Freya an seiner Seite. Foto: WDR/Melanie Grande

Was los war auf dem alten Gräftenhof auf der Grenze zwischen Lengerich und Ladbergen? Fünf Tage machte ein Fernsehteam des WDR dort Filmaufnahmen für die 15. Staffel der Sendung „Land und lecker“ – von morgens bis abends. Nachdem vor zehn Jahren die erste Bäuerin für das erfolgreichste Format des Senders vor der Kamera gestanden hatte, soll anlässlich des runden Geburtstags nun die nächste Generation den Kochlöffel schwingen. Und zum ersten Mal dürfen auch Landmänner wie Henner Erpenbeck mit in den Oldtimer-Bus einsteigen und sich dem „Land und Lecker“-Wettbewerb stellen, erzählt Produktionsleiter Guido Niebuhr am Rande der Dreharbeiten.

Ende 2015 stand Freya Erpenbeck vor laufender Kamera am Herd und servierte ihren Gästen herzhaften Backschinken mit Sahnekraut und eine Dessertvariation aus Herrencreme und einer knusprigen Pumpernickel-Quarkspeise. Und Sohn Henner? In den Kochtopf ließ er die WN im Vorfeld verständlicherweise noch nicht schauen. Nur soviel: „Dass ich auf einem Spargelhof eher keine Möhren serviere, wird nicht groß verwundern.“

Gelüftet wird das Geheimnis am 22. Juli zur WDR-Primetime ab 20.15 Uhr. Dann wird Henner Erpenbeck auf der Mattscheibe seine Mitstreiter begrüßen, mit seiner Familie den Hof und mit Spargel und Schinken ihre Produktionsfelder vorstellen – und eben kochen. Tatsächlich sind die Aufnahmen seit einigen Tagen bereits im Kasten. Und er spricht von „einer tollen Erfahrung und fünf atemberaubenden Tagen“.

Wie er dem Wettbewerb am Herd entgegengesehen hatte? „Kochen kann ich wohl. Und lecker ist‘s in der Regel auch. Nur mit der Optik hapert es manchmal“, gibt er zu. Aber er hatte ja Mutter Freya als „Schnibbelhilfe“ an seiner Seite. Und wie es nun gelaufen ist? „Ich glaube, nicht ganz schlecht. Unterm Strich dürften alle satt geworden sein.“

Für ihn heißt es nun „genießen“, wie er sagt. Denn nachdem die Mitstreiter von dannen zogen und Scheinwerfer und Kameras abgebaut sind, darf sich der Spargelbauer in den kommenden Wochen im „Land und lecker“-Bus durch die Gegend chauffieren lassen, um die übrigen Höfe kennenzulernen. Was ihn erwartet? „Darüber durften wir im Vorfeld nicht sprechen. Aber es ist insgesamt wahnsinnig interessant.“

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