Heimatverein richtet Gedenkstein her
Gedenkstein kommt neu zur Geltung

Ladbergen -

Der Gedenkstein am innerörtlichen Kreisel war kaum jemanden bekannt. Auch, weil er hinten vielen Pflanzen und Kräutern kaum zu sehen war. Der Heimatverein hat das jetzt von einem Fachmann ändern lassen – und mit Unterstützung des Heimatministeriums.

Mittwoch, 03.07.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 16:36 Uhr
Heimatverein richtet Gedenkstein her: Gedenkstein kommt neu zur Geltung
Foto: Mareike Stratmann

Eigentlich verfügt der Gedenkstein am innerörtlichen Kreisverkehr über einen ziemlich exponierten Standort. Doch wahrgenommen wurde die Stele kaum, die dort seit 1974 an den Vorläufer der Hanse erinnert, den die Städte Münster, Osnabrück, Minden und Herford mit dem ersten westfälischen Städtebund im Jahre 1246 im Heidedorf gründeten. Eine Tatsache, die der Vergangenheit angehört.

Mithilfe des mit 2000 Euro dotierten „Heimat-Schecks“ aus dem nordrhein-westfälischen Heimatministerium hat der örtliche Heimatverein die Ideen-Gärtnerei am Rott beauftragen können, das Umfeld des Gedenksteins auf Vordermann zu bringen. Denn, darin sind sich der Vorsitzende der Heimatfreunde, Heinz Lagemann , und Gärtnermeister Björn Kötterjohann beim Vorort-Termin am Montagnachmittag einig: „Das war hier ganz schön verunkrautet, dreckig, zugewachsen und wenig vorzeigbar.“ Vom Stein und dessen Bedeutung hätten viele Ladberger nichts gewusst, wurde Björn Kötterjohann während der Arbeiten am Kreisverkehr ein ums andere Mal belehrt.

Was dort genau geschehen ist? „Erstmal haben wir für Struktur gesorgt“, erläutert der Fachmann. Die Fläche ist von Unkraut und von allerlei Dreck befreit worden, umliegende Pflanzen wurden zurückgeschnitten, um den Blick wieder auf die Stele zu lenken. Außerdem ist die in unmittelbarer Nähe stehende Holzbank des Heimatvereins auf einen festen geschotterten Untergrund gestellt worden. Und schließlich sei es darum gegangen, den Gedenkstein mit Kirschlorbeer, Maigrün, Scheinerdbeere und Rosen zu schmücken und für eine schöne wie pflegeleichte Umrahmung zu sorgen. Dass dem so ist, danach sehen die Heimatfreunde bei ihren monatlichen Arbeitseinsätzen.

Und auch das betonen Heinz Lagemann und seine Mitstreiter: Nachdem mit einem ersten Heimatscheck im vergangenen Jahr der 1000-Jahr-Stein aufgemöbelt wurde und nun der Gedenkstein des westfälischen Städtebundes dran war, soll 2020 möglichst Gedenkstein drei folgen. Für eine neue Förderung will sich der Heimatverein mit dem Ehrenmal an der evangelischen Kirche bewerben, das an die Kriegsopfer erinnert.

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