Bürgermeisterwahl: SPD-Fraktionsvorsitzender wirft Hut in den Ring
Kötterheinrich will den Chefsessel

Ladbergen -

Die ersten Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, aber er selbst wollte sich lange Zeit nicht in die Karten gucken lassen. Nachdem die CDU mit Torsten Buller im vergangenen November – und damit sehr frühzeitig – einen Bürgermeister-Kandidaten für die Wahl im Herbst 2020 präsentierte, zieht die SPD nun nach. Deren Fraktionsvorsitzender Thomas Kötterheinrich wirft seinen Hut in den Ring und strebt ebenfalls die Nachfolge von Udo Decker-König an. Der 63-Jährige hatte im Vorfeld bekundet, im kommenden Jahr als Verwaltungschef aufzuhören.

Freitag, 05.07.2019, 20:00 Uhr
Kann auf eine breite Unterstützung bauen: Bürgermeisterkandidat Thomas Kötterheinrich und sein Wahlkampfteam.
Kann auf eine breite Unterstützung bauen: Bürgermeisterkandidat Thomas Kötterheinrich und sein Wahlkampfteam. Foto: privat

„Ladbergen voranbringen und fit für die Zukunft machen“: Mit diesem Credo tritt Kötterheinrich an. Eine Entscheidung, die peu à peu gereift ist, aber familien- und parteiintern bereits seit vergangenem Herbst feststeht. Der „Ur-Ladberger“, wie er sich selbst bezeichnet, hat nur drei seiner 49 Lebensjahre nicht im Heidedorf gelebt, weil es ihn beruflich nach Münster verschlug. Nun möchte der Leiter des Rentenbüros der Knappschaft Bahn-See und gelernte Sozialversicherungsfachangestellte an hauptverantwortlicher Stelle als Chef der Verwaltung seinen Heimatort ab 2020 in die Zukunft zu führen.

Auf diesem Weg darf sich der zweifache Familienvater bereits jetzt über eine breite Unterstützung freuen. Nachdem er von der SPD als Kandidat nominiert worden war, suchte er das Gespräch mit den Grünen und der FDP. Beide Parteien, die sowohl ihn als auch den CDU-Kandidaten Torsten Buller in den zurückliegenden Monaten, wie sie selbst sagen, „auf Herz und Nieren“ prüften, haben sich entschieden, Thomas Kötterheinrich im Wahlkampf zu unterstützen.

Was dem sportbegeisterten Ladberger, der nicht nur seit 35 Jahren den Tennisschläger schwingt und als Jugendtrainer aktiv ist, das bedeutet? „Viel. So ein großer Rückhalt gibt mir Rückenwind. Und natürlich ist es für die politische Arbeit von großem Vorteil, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht.“ Diesbezüglich verweist er auch auf mehrere Anträge, die die drei Parteien in der Vergangenheit bereits gemeinsam auf den Weg gebracht hätten.

Apropos: Der Politik verschrieben hat sich Kötterheinrich im Jahr 2000. Damals trat er in die SPD ein, für die er seit 2004 im Gemeinderat sitzt und deren Fraktionsvorsitzender er seit 2012 ist. Das übrigens liegt ihm bereits jetzt am Herzen: „Ganz egal wie die Wahl ausgeht, mein politisches Engagement werde ich davon nicht abhängig machen und mich weiter einbringen.“

Über politische Ziele schweigt sich der Ladberger mit Hinweis auf die lange Zeitdauer bis zur Wahl im kommenden Herbst noch aus. „Natürlich habe ich die im Kopf. Aber ich möchte nicht schon jetzt mit dem Wahlkampf beginnen“, begründet er. Nur eines sagt er dann doch: „Um unseren Ort voranzubringen, brauchen wir nicht nur eine moderne Verwaltung, sondern noch viel mehr Einbindung von Bürgerengagement und Ideen aus allen Bereichen der Bevölkerung.“ So zeigten Bewegungen wie „Fridays for future“, dass Politik und Verwaltung heute viel lebensnäher bei den Menschen sein müssten, findet der Bürgermeister-Kandidat, der sein Programm und Team nach dem Sommerferien vorstellen will.

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