„Freunde der motorisierten Zweiräder“
Gemütlich über das Land juckeln

Ladbergen -

Hier geht es nicht um Windschnittigkeit, rasante Beschleunigung oder hohe Drehzahl: Bei den Ausfahrten der „Freunde der motorisierten Zweiräder“, wie sich die Gruppe nennt, zählen in erster Linie die alten Motorräder, mit denen sich die Fahrer fortbewegen. Ebenso wichtig sind ihnen die Gemeinschaft und die abwechslungsreichen Touren.

Freitag, 12.07.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 15:19 Uhr
Treffen sich regelmäßig zu Ausfahrten in die Umgebung: die „Freunde der motorisierten Zweiräder“.
Treffen sich regelmäßig zu Ausfahrten in die Umgebung: die „Freunde der motorisierten Zweiräder“. Foto: Anne Reinker

„Na, was habt Ihr denn hier für alte Schätzchen?“, fragt einer der zufällig Vorbeikommenden voller Anerkennung. Ob ein Miele-Zweirad von 1932, eine Puch mit 50-jähriger Betriebszeit oder die BMW Baujahr 1983: „30 Jahre müssen sie mindestens alt sein“, sagt Heinz Lagemann , der mit der Miele am Treffpunkt an der Kreissparkasse vorgefahren ist. Vor fünf Jahren hat sich die Gruppe auf Bestreben von Eckhard Kipp gegründet und „sich immer weiterentwickelt“, wie Lagemann erzählt.

In der Sommersaison kommen die Zweirad-Freunde zwei Mal im Monat zusammen. „Eine Stunde juckeln wir dann erst mal rum“, so Lagemann. Ein Ziel werde kurzfristig ausgesucht, dann gehe es los.

Es sind alles Zweitakter-Motoren, die maximal 55 Stundenkilometer auf den Tacho bekommen. Bei den Ausfahrten beschränken sich die Fahrer allerdings auf bis zu 40 km/h. „Wir wollen ja auch was von der Gegend sehen“, sagt Heinz Lagemann mit einem Schmunzeln. Und Diethelm Jasper-Hildebrand fügt mit einem Lachen hinzu: „Manchmal winken uns auch hübsche Frauen zu. Dann winken wir selbstverständlich zurück.“

Etwas Besonderes unter den fraglos allesamt sehenswerten Zweirädern ist die alte Phänomen, die lange Zeit im Schuppen des Onkels stand. „Die hat da vor sich hingegammelt“, erklärt Helmut Haarlammert. Vor 20 Jahren begann der Ladberger, sie zu restaurieren. Zwei Jahre lang war er damit beschäftigt. Wenn man selber schrauben könne, ginge das ja alles, meint er. „Ich musste einiges von Bekannten machen lassen.“

Kürzlich hatten die motorisierten Ausflügler gleich mehrere Ziele. Erst besuchten sie das Young- und Oldtimer-Treffen an der Buddenkuhle. Und nach der etwa zweistündigen Tour durch die Gegend machte die Gruppe einen Abstecher zum Bierfest. Man traf sich natürlich nur auf ein Alkoholfreies – denn sein altes Schätzchen nach Hause schieben, das wollte keiner der Zweirad-Freunde.

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Das nächste Treffen samt Ausfahrt findet am Sonntag, 21. Juli, statt. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Kreissparkasse an der Mühlenstraße. Interessierte, sagen die Freunde der motorisierten Zweiräder, seien herzlich willkommen.

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