Online-Umfrage zum Radfahren: Frist verlängert
Zu eng, zu unübersichtlich

Ladbergen -

Es ist nicht so, dass die Online-Umfrage zum Radfahren der Gemeindeverwaltung bislang auf keine Resonanz gestoßen ist. Im Gegenteil: Rund 25 Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge sind bereits eingegangen.

Mittwoch, 21.08.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 17:34 Uhr
Ein Eintrag in der Online-Umfrage zum Radfahren der Gemeinde befasst sich mit der Mühlenstraße. Dort führt der Radweg teilweise direkt an den Ausgängen von Geschäften entlang, was grundsätzlich gefährlich sei, wie ein offenbar besorgter Bürger schrieb.
Ein Eintrag in der Online-Umfrage zum Radfahren der Gemeinde befasst sich mit der Mühlenstraße. Dort führt der Radweg teilweise direkt an den Ausgängen von Geschäften entlang, was grundsätzlich gefährlich sei, wie ein offenbar besorgter Bürger schrieb. Foto: Gemeinde Ladbergen

Klimamanagerin Alexandra Kattmann hat jetzt dennoch eine Verlängerung der Frist verkündet, innerhalb derer Vorschläge und Mängellisten entgegengenommen werden. Noch bis zum 30. August können demnach Einträge auf der speziell eingerichteten Internetseite der Gemeinde gemacht werden.

Welche Gründe sprechen dagegen, sich in Ladbergen aufs Rad zu schwingen? Wie kann das Radfahren attraktiver gemacht werden? Welche Wunschrouten gibt es? Auf Fragen wie diese wünscht sich die Gemeinde weitere Antworten. Die Anregungen, darauf weist Kattmann hin, würden in ein Radverkehrskonzept fließen, das die Gemeinde zusammen mit dem Grevener Beratungsbüro „Energielenker“ erarbeiten will.

Vorgesehen ist, das Feedback im Oktober Punkt für Punkt auszuwerten. Hierfür, so Kattmann, würden Mitarbeiter des Beratungsbüros die jeweiligen, zur Diskussion stehenden Strecken und Standorte abfahren, um sich ein möglichst realistisches Bild von der Situation vor Ort machen zu können. Die Planer, betont Kattmann, „sind auf die alltäglichen Beobachtungen der Bürger angewiesen.“

Im Anschluss sollen die Rechercheergebnisse analysiert und Vorschläge für eine Umsetzung erarbeitet werden. Dabei würden auch eine Prioritätenliste und ein sogenanntes Zukunfts-Routennetz erstellt werden, ergänzt die Ladberger Klimamanagerin.

Die bisherigen Einträge auf der Online-Umfrageseite sind zum Teil sehr detailliert. So wie jene, die sich auf einen Abschnitt der Straße „Auf Stieneckers“ beziehen, wo gleich von zwei Anwohnern kritisiert wird, dass Kinder unter acht Jahren laut Straßenverkehrsordnung nur auf dem Bürgersteig Fahrradfahren dürften, und dass dieser hierfür aber zu schmal und unübersichtlich sei. Außerdem fehle eine Beschilderung. Ein weiterer Eintrag beschäftigt sich mit der Mühlenstraße. Weil der Radweg dort teilweise direkt an den Ausgängen von Geschäften entlang führe, werde das Passieren für Radler und Fußgänger zur Gefahr, schreibt ein besorgter Bürger.

Kattmann hofft nunmehr ausdrücklich auf weiteres Feedback – ganz gleich ob positiv oder negativ – und wirbt in ihrer Funktion als Klimaschützerin der Gemeinde fürs Radfahren. Dieses habe nämlich zahlreiche Vorteile (umweltfreundliches Fortbewegungsmittel) und im Heidedorf, da radele es sich ohnehin ohne Steigung und – wegen zahlreicher Wallhecken – auch windgeschützt „sehr angenehm“.  

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