Vitrine bei Buddemeier neu bestückt
Geschichte der Schuhmode

Ladbergen -

Manchmal braucht es gar nicht viel Platz, um interessante Geschichten zu erzählen. Im Begegnungszentrum Buddemeier genügt dafür eine gläserne Vitrine mit fünf Einlegeböden. Dort hat Fritz Lubahn in den vergangenen Tagen über 50 Schuhe dekoriert. Im Kleinformat, versteht sich. Aus Porzellan, Holz, Zinn und Leder. Alle erzählen ihre eigene Geschichte, nehmen den Betrachter mit auf eine wechselvolle Reise durch die Mode der Fußbekleidung.

Samstag, 31.08.2019, 10:00 Uhr
Mechthild Teigeler freut sich, dass Fritz Lubahn in den kommenden Monaten einen Teil seiner in den vergangenen Jahrzehnten gesammelten Miniaturschuhe bei Buddemeier ausstellt.
Mechthild Teigeler freut sich, dass Fritz Lubahn in den kommenden Monaten einen Teil seiner in den vergangenen Jahrzehnten gesammelten Miniaturschuhe bei Buddemeier ausstellt. Foto: Mareike Stratmann

Schuhmachermeister Lubahn hat zu Hause noch weitaus mehr Objekte. Viele hat er sich seit den 70er Jahren von Reisen mitgebracht, auf Flohmärkten entdeckt, andere wiederum von Kunden geschenkt bekommen. Im vor zwei Jahren geschlossenen Schuhmachermuseum haben einige ihren Platz gehabt, nun kommen sie für die nächsten Monate in der Vitrine im Begegnungszen-trum Buddemeier zur Geltung. Und wer Fritz Lubahn fragt, bekommt auch das ein oder andere interessante Detail über die Ausstellungsstücke, die der rüstige Rentner schmunzelnd als „Nippes“ bezeichnet, mit an die Hand.

Die ältesten Miniatur-Schuhe stammen aus der Zeit um 1910, einer wurde als Tintenfass verwendet, ein weiterer sei von seinem Großvater aus einem Stück Leder gefertigt worden. Dass der rüstige Rentner seinen Beruf in der dritten Generation mit Leib und Seele ausgeübt hat, wird auch im Pressegespräch direkt deutlich. Er berichtet von der Wertigkeit und dem Wandel der Schuhmode. Er zeigt die Raffinessen einiger seiner Ausstellungsstücke auf. Und die Leiterin des Seniorentreffs, Mechthild Teigeler, freut sich, dass nach Kamelen, Fingerhüten und Pins nun die bereits vierte Sammelleidenschaft in der Vitrine gezeigt werden kann.

Die ersten neugierigen Blicke, berichtet sie, hätten die Schühchen bereits auf sich gezogen. Viele weitere dürften folgen.

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