Offener Singkreis stößt auf große Resonanz
Für jeden und ganz ohne Zwang

Ladbergen -

So manches Mal kann die morgendliche Lektüre des Lokalteils dieser Zeitung zu – unverhofften – Terminen am Nachmittag führen. So geschehen im Nachgang der Ankündigung eines neuen Offenen Singkreises in den Räumlichkeiten des Begegnungszentrums Buddemeier. Nicht wenige Senioren hatten sich offensichtlich den Termin am Montagnachmittag im Kalender markiert und sich daraufhin auf den Weg zu Buddemeier gemacht. Der Singkreis soll unter dem Dach des Seniorentreffs entstehen.

Dienstag, 10.09.2019, 20:40 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 15:48 Uhr
Fallersleben, Eichendorff und Co.: Die Mitglieder des neu gegründeten Offenen Singkreises haben bereits bei ihrem ersten Treffen im Begegnungszentrum Buddemeier erste Lieder erklingen lassen.
Fallersleben, Eichendorff und Co.: Die Mitglieder des neu gegründeten Offenen Singkreises haben bereits bei ihrem ersten Treffen im Begegnungszentrum Buddemeier erste Lieder erklingen lassen. Foto: Luca Pals

Mechthild Teigeler , Leiterin des Ladberger Seniorentreffs, blickte zunächst erstaunt in die Runde – und griff dann zum Mikrofon: „Können mich jetzt alle hören?“ Mit so viel Resonanz habe sie nicht gerechnet – auch wenn sie von Natur aus Optimistin sei, scherzte sie. „Sogar aus Kattenvenne haben wir Besuch.“

Hintergrund der neuen Gruppe sei sowohl die Auflösung des Landfrauenchors als auch die des „Singkreises 50+“. Letzterer hatte sich in regelmäßigen Abständen in der DRK-Wohnanlage „Wohnen 50+“ zum gemeinsamen Singen getroffen. Aufgrund sinkender Teilnehmerzahlen habe der Seniorentreff vor den Sommerferien entschieden, die Gruppentreffen ruhen zu lassen. Lange Rede, kurzer Sinn: Jetzt ist der Offene Singkreis eröffnet – und die erhofften Lieder können nun erklingen.

Gewappnet mit gelb eingeschlagenen Gesangsbüchern legte die Gruppe los, nachdem sie eine Reihe von organisatorischen Punkten abgehandelt hatte. Weil es sich beim Treffen am Montag um das erste seiner Art handelte, musste einiges besprochen werden.

Die Gruppe wird sich jeden ersten und dritten Montag im Monat von 14.30 bis 16 Uhr bei Buddemeier treffen. Während der folgenden Treffen befinde sich die Gruppe noch in einer Probezeit, betont Teigeler und ergänzt: „Es ist ganz wichtig, dass die Gruppe offen ist.“ Ohne feste Mitgliedschaft dürfen die Sänger gehen, dazukommen oder einfach eine Pause einlegen. Teigeler: „Das soll eine Gruppe sein, die sich selbst findet.“

Klar: Für viele ist es Neuland, einige kommen ganz ohne Vorkenntnisse. Auch zwei Männer haben sich in die ansonsten deutlich weiblich dominierte Runde eingefügt. Einer der Herren nennt einen triftigen Grund: „Singen macht glücklich und frei. Außerdem ist es Stressabbau.“ Er singe bereits über 60 Jahre – sein Lächeln ist der beste Beweis für seine These. Ansprechpartnerin der neuen Gruppe ist die Ladbergerin Hildegard Schröder-Pletz.

Lieder von früher erklingen fortan also aus der neuen Runde: Fallersleben, Eichendorff und Co. bereichern einen Kreis, der in Zukunft laut Teigeler „auch generationsübergreifend“ gestaltet werden soll. Antwort aus der Runde: „Dann bringe ich meine Enkelin mit.“

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