Auftakt von „Pizza & Politik“ im Schultenhof
Gemeinsames Grübeln über Zukunft

Ladbergen -

„Stellen Sie sich vor, wir steigen in ein Raumschiff und reisen in die Zukunft. 2020, 2025, 2030 – wir kommen 2034 wieder in Ladbergen an, steigen aus und schauen uns um“, beschwor Marietta Sander am Mittwochabend vor etwa 25 Gästen eine Zukunftsvision herauf. Um das, was die Zuhörer beim Verlassen des Raumschiffs sahen, ging es beim Auftakt der Veranstaltungsreihe „Pizza & Politik“ am Mittwochabend im Treffpunkt Schultenhof.

Donnerstag, 12.09.2019, 20:46 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 15:49 Uhr
Gemeinsam begaben sich die mehr als 20 Personen auf eine fiktive Reise nach Ladbergen ins Jahr 2034: Anschließend diskutierten die Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung der „Pizza & Politik“-Reihe über die Themen Artenvielfalt, Mobilität und mehr.
Gemeinsam begaben sich die mehr als 20 Personen auf eine fiktive Reise nach Ladbergen ins Jahr 2034: Anschließend diskutierten die Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung der „Pizza & Politik“-Reihe über die Themen Artenvielfalt, Mobilität und mehr. Foto: Luca Pals

Finanziell wird die Veranstaltung von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert, kooperativ arbeiten die Integrations- und Flüchtlingshilfe der Gemeinde Ladbergen und die Volkshochschule Lengerich zusammen. Gemeinsam haben sie für 2019 drei Veranstaltungen konzipiert. Im nächsten Jahr folgen sechs weitere. Zum Auftakt standen der Klimawandel und seine Folgen auf dem Programm.

Jendrik Peters von der VHS erklärte: „Das Thema ist zurzeit omnipräsent. Fast überall reden die Menschen über die Veränderung des Klimas.“ Da sei es geradezu offensichtlich gewesen, die politische Diskussionsreihe mit diesem Thema zu eröffnen.

Als Referentin begrüßten die Veranstalter Marietta Sander von „Eine-Welt-NRW“, die zu den Themen Artenschutz sowie nachhaltige Klimapolitik bereits viele Länder wie Peru oder den Vietnam bereist habe. Außerdem war sie auf internationalen Klimaverhandlungen vorstellig. Sander selbst betonte: „Das Thema ist für jeden von uns wichtig, keiner kann sich der Verantwortung entziehen.“ Vor allem aber sei der Klimawandel ein Problem, das jeder selbst bekämpfen könne. Und genau darum ging es in den zweieinhalb Stunden im Schultenhof: Wie sieht Ladbergen in 15 Jahren aus? Wie leben die Menschen vor Ort? Was wünschen sie sich für die Zukunft?

Nach der fiktiven „Reise in die Zukunft“, einem Impulsvortrag und der Stärkung durch die zur Diskussionsreihe dazugehörige Pizza ging die eigentliche Arbeit in Kleingruppen los. Dabei ordneten sich die Besucher nach persönlichen Interessen den Themen Artenvielfalt, Mobilität, Energie und demografischer Wandel zu. Im Anschluss wurden Ergebnisse präsentiert. Wichtig dabei: „Wir wollen vom Stammtisch-Niveau hin zur kon­struktiven Auseinandersetzung“, betonte Sander.

Zwei Fragen an...

Jendrik Peters von der VHS, der das Veranstaltungsformat gemeinsam mit der Integrations- und Flüchtlingshilfe, dessen Träger die Gemeinde Ladergen ist, initiiert hat:Wie zufrieden sind Sie mit dem Auftakt von „Pizza & Politik“?Peters: Sehr zufrieden. Im Vorfeld waren wir unsicher, wie viele kommen würden. Am Ende waren über 20 Leute da – sowohl Ladberger als auch Zugezogene. Dadurch haben wir – wie gewünscht – ein gemischtes Publikum erreicht.Was gehört für Sie zu einer guten Diskussionskultur?Peters: Wir haben im Vorfeld einige Regeln aufgestellt. Klar ist: Wir lassen den Gegenüber ausreden. Außerdem sollten Kritik und Meinung konstruktiv geäußert werden. Die Meinung des Gegenübers sollte nicht jeder teilen müssen, aber verstehen und akzeptieren.

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Und so wurde über die fortschreitende E-Mobilität zwar kontrovers („Wir verlagern damit doch nur ein Problem aus der ersten in die dritte Welt“) diskutiert. In den Punkten zukünftige Wohnformen (barrierefrei und kleiner im Alter) und die steigende Bedeutung besserer Anschlussverbindungen im Öffentlichen Personennahverkehr herrschte jedoch grundlegende Einigkeit.

Nächste Möglichkeit der gepflegten Diskussion bei Getränken und Pizza bietet die Veranstaltungsreihe am Mittwoch, 9. Oktober. An jenem Abend geht es um die medizinische Versorgung auf dem Land und die Frage einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Am Mittwoch, 13. November, steht die fortschreitende Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Fokus. Der Wunsch der Organisatoren: „Mit der Zeit wäre es schön, wenn sich Besucher finden, die mit eigenen Themenvorschlägen an uns herantreten.“

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