BI gegen den Ausbau des FMO
Forderungskatalog für Klimaschutz

Ladbergen/Greven -

Der Verein Bürgerinitiative (BI) gegen den Ausbau des FMO schließt sich dem klimapolitischen Forderungskatalog zum Flugverkehr der Bundesvereinigung gegen den Fluglärm und fünf weiterer Umweltverbände an.

Montag, 16.09.2019, 12:37 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 17:46 Uhr

Als Sofortmaßnahmen fordern die Verbände von der Bundesregierung unter anderem eine Erhöhung der Luftverkehrssteuer, insbesondere bei Kurzstreckenflügen bis 600 Kilometern, bei gleichzeitiger Abschaffung der Einnahmenobergrenze von einer Milliarde Euro. Sie setzen sich weiterhin für eine Verschärfung beim Emissionshandel für die Luftfahrt sowie für eine deutliche Verlagerung des Flugverkehrs auf die Schiene ein. Zusammen mit den Nachbarstaaten sei auch kurzfristig die Einführung einer Kerosin- oder CO-Steuer möglich.

„Der Hauptgrund für das Luftverkehrswachstum sind Subventionen und Steuerbefreiungen, die den Luftverkehr gegenüber der Bahn massiv privilegieren. Das ist klimapolitisch unverantwortlich, marktverzerrend und sozial ungerecht, weil Fliegen eher ein Mittel- und Oberschichtenphänomen ist“, schreiben die Verbände. Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass innerdeutsche Flüge spätestens 2030 der Vergangenheit angehören.

Die BI gegen den Ausbau des FMO meint ebenfalls, dass der Luftverkehr sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen dürfe. Er müsse endlich einen angemessenen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Es könne nicht sein, dass der umweltschädlichste Verkehrsträger nicht besteuert werde – von der Steuerfreiheit auf Kerosin bis zur fehlenden Mehrwertsteuer auf Flugtickets ins Ausland.

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