Zwei Solitärhäuser mit 13 Wohnungen an der Grevener Straße geplant
„Mit ortsprägendem Charakter“

Ladbergen -

Die geplanten Neubauten, die Grundstückseigentümer Uwe Berlemann auf dem Eckgrundstück Grevener Straße/Breedenstraße errichten möchte, werden „ortsprägenden Charakter“ haben. Was Reinhard Kemper (SPD) aussprach, das sahen auch die übrigen Lokalpolitiker im Planungs- und Bauausschuss so. Und ihnen schien das, was Architekt Claus Schlüter aus Greven jüngst präsentierte, durchaus gefallen zu haben.

Dienstag, 17.09.2019, 20:39 Uhr

Geplant ist, den roten und bereits nicht mehr bewohnten Klinkerbau gegenüber der Westfalen-Tankstelle abzureißen und die Bebauung – so steht es in der Ausschuss-Vorlage zur erforderlichen Bebauungsplan-Änderung – zu intensivieren. Künftig sollen auf dem etwa 1 600 Quadratmeter großen Areal zwei Solitärhäuser mit je zwei Vollgeschossen und Satteldach errichtet werden – ein kleineres, quadratisches Haus, in dem fünf Wohnungen untergebracht werden und ein größeres rechteckiges Gebäude, in dem acht Wohneinheiten geplant sind.

„Durch die Giebelstellungen der beiden Satteldach-Häuser beabsichtigen wir, der Grevener Straße eine Bebauung, eine Raumkante zu geben“, führte der Architekt aus und erläuterte, die Häuser so zueinander zu drehen, dass die Eingänge von der Hauptstraße aus zu sehen sind. In der Mitte soll ein kleiner Platz entstehen. Die Zufahrt zu den insgesamt 16 Stellplätze wird allerdings über die Breeden­straße erfolgen (müssen).

Die Gebäude sollen als klassisches Ziegelmauerwerk mit Ton gedeckten Dächern erstellt werden – „zwei sehr ruhige Baukörper, die sich harmonisch, in die Umgebung einfügen“, wie Schlüter die Politiker wissen ließ und dafür wohlwollendes Nicken erfuhr. Die Mietwohnungen mit zwei bis drei Zimmern sollen Größen von 55 bis etwa 100 Quadratmeter aufweisen und vom Single bis zur Kleinfamilie ein breites Publikum ansprechen.

Einzig der vermeintlich mit drei Metern zu geringe Abstand zur östlich an das Grundstück angrenzenden letzten Ladberger Wanderdüne mit Wald rief die Politiker kurzzeitig auf den Plan. Wobei Claus Schlüter ihnen schnell den Wind aus den Segeln nahm, indem er versprach, dass der größere Baukörper noch um einen Meter weiter gen Westen verrückt werden könnte.

Was die dortigen Gehölze betrifft: Tim Lutterbei erklärte, dass die Fichten „eh gefällt werden müssen“, das Wurzelwerk einer Eiche nicht gesund sei. Das habe die Einstufung ins Baumkatastar durch die Experten ergeben. Weitere Bäume dürften von der Baumaßnahme – es soll ohne Keller gebaut werden – nicht betroffen sein.

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