Flohmarkt in der Grundschule
„Testballon“ für guten Zweck

Ladbergen -

Kinderflohmärkte gibt es viele. Aber einen von Kindern für Kinder? Für Dr. Ulrike Itze-Helsper und ihre 230 Grundschüler ist es jedenfalls eine Premiere. „Ein Testballon“, wie die Schulleiterin sagt.

Mittwoch, 02.10.2019, 06:35 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 06:50 Uhr
Die Kinder aus Otjiwarongo schicken einen Gruß Richtung Ladbergen: Mit deren Spende wurden Lebensmittel für mehrere Monate gekauft.
Die Kinder aus Otjiwarongo schicken einen Gruß Richtung Ladbergen: Mit deren Spende wurden Lebensmittel für mehrere Monate gekauft.

Am Freitag, 4. Oktober, laden sie gemeinsam von 15 bis 17 Uhr zum großen Flohmarkt-Treiben auf das Gelände der Grundschule. Sollte das Wetter es zulassen, findet die Schnäppchenjagd auf dem Schulhof statt, andernfalls in den Klassenräumen.

Der Hintergrund ist ein ernster: Seit 2018 unterstützt die Ladberger Grundschule ein Hilfsprojekt in Otjiwarongo in Namibia. Im dortigen Sion-Hostel leben 92 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren, um eine schulische Bildung zu erhalten. Doch es fehlt an vielem, wie Pfarrerin Kerstin Hemker den Grundschülern unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Namibia eindrucksvoll vermittelte. So gebe es in dem Hostel nur zwei Schlafsäle für sämtliche Kinder, jeder Pennäler besitzt nur ein kleines Eigentumsfach anstatt voller Schränke mit Massen an Spielzeug. „Das hat die Schüler aufgerüttelt“, berichtet Dr. Ulrike Itze-Helsper , die es für wichtig hält, dass sich ihre Kinderrechte-Schule auch für die Rechte der afrikanischen Kinder einsetzt.

Ergo setzt da der Gedanke der Grundschule an: Jeder der 230 Grundschüler in Ladbergen steuert zwei, drei ausgediente Spielzeuge, Stofftiere, Bücher und Co. – aber keine Kleidung – zum Flohmarkt bei. „Jeder das, was er möchte“, wie die Schulleiterin betont. Die Gegenstände werden am Freitag klassenweise für kleines Geld zum Verkauf angeboten – „in der Hoffnung, möglichst viel Geld für das Hilfsprojekt in Namibia zusammenzutragen“. Außerdem wird es in Kooperation mit dem Förderverein eine Cafeteria geben.

In den vergangenen eineinhalb Jahren hat die Schule aus internen Aktionen bereits zweimal je 2000 Euro nach Otjiwarongo überwiesen, mit denen zum einen regelmäßig Lebensmittel für die Kinder eingekauft und zum anderen im renovierungsbedürftigen Waschraum vieles in geordnete Bahnen gebracht wurde.

Welcher Betrag es dieses Mal wird? „Keine Ahnung, es ist ein Testballon“, sagt die Schulleiterin. Sie hofft, wie die Schüler, am Freitag auf viele Besucher und Schnäppchenjäger.

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