Spatenstich für VfL-Clubheim
Ab sofort werden Fakten geschaffen

Ladbergen -

In der Umgebung, überlegten Norbert Plogmeier und HG Averhaus im Nieselregen am Dienstagmorgen, wüssten sie keinen anderen Fußballverein, der wie sie aktuell ohne Vereinsheim dastünde. Aber – und deshalb hatten die beiden Männer dabei auch ein Lächeln im Gesicht –, das Ende dieser unbefriedigenden Ära ist absehbar. Läuft alles nach Plan, finden bereits im ersten Quartal 2020 erste Mannschaftsbesprechungen und Taktikschulungen im neuen Clubraum auf dem Areal der Sportanlage „Zur Königsbrücke“ statt. Die Bauarbeiten haben mit dem ersten Spatenstich am Dienstag begonnen.

Mittwoch, 02.10.2019, 20:00 Uhr
Der erste Spatenstich ist erfolgt: Der VfL-Vorstand und Investor HG Averhaus (links) freuen sich mit Bürgermeister Udo Decker-König (3. von rechts), Architekt Claus Schlüter (4. von rechts) und Olaf Rehkopf (2. von links), dass es losgeht.
Der erste Spatenstich ist erfolgt: Der VfL-Vorstand und Investor HG Averhaus (links) freuen sich mit Bürgermeister Udo Decker-König (3. von rechts), Architekt Claus Schlüter (4. von rechts) und Olaf Rehkopf (2. von links), dass es losgeht. Foto: Mareike Stratmann

Rund vier Monate Bauzeit kalkulieren VfL-Vorstand und Investor für den Bau und die Ausstattung des elf mal elf Meter großen Solitärgebäudes ein, das sich in der Verlängerung an die bestehenden Gebäude in Richtung des Kunstrasenplatzes anschließen und über eine Terrasse verfügen wird. Es wird wie die übrigen Bauten als massiver Klinkerbau errichtet, allerdings mit einem Satteldach versehen, so dass die Möglichkeit besteht, dort auf Betreiben der Gemeinde eine Photovoltaik-Anlage zu installieren.

Nachdem die Fußballer jahrelang nach einen Weg für die Realisierung eines Clubheims gesucht hatten, aber an Finanzierungsmodellen und vor allem der Tatsache, dass sich das zu errichtende Gebäude auf einem Erbpachtgrundstück befindet, dessen Pacht 2048 ausläuft, gescheitert waren, kam der Stein Anfang des Jahres ins Rollen.

Averhaus bot an, das Gebäude, dessen Baukosten er nicht näher beziffert, als Investor zu errichten. Der VfL trägt diese in den kommenden Jahren als Mietschulden ab. Was, wie deren Vorsitzender Norbert Plogmeier bereits bei der Vorstellung des Projekts in den politischen Gremien gesagt hatte, „keineswegs ein Luftschloss, sondern für uns finanzierbar ist. Sonst würden wir es nicht machen.“ Nichtsdestotrotz: Sollte der Verein – aus welchen Gründen auch immer – ausfallen, würde die Gemeinde einspringen. Sie hat eine Bürgschaft von zunächst 180 000 Euro übernommen.

Ab sofort werden an der Freiluftsportanlage Fakten geschaffen. Einige Fußballer hatten am vergangenen Wochenende mit der Aufnahme des Pflasterwegs wertvolle Vorarbeiten geleistet. Überhaupt, berichten Plogmeier und Averhaus, werden sich die Sportler mit Eigenleistungen einbringen, wo es möglich ist. Ansonsten wird das Gebäude, das als ein Raum mit kleiner Küchenzeile, Theke und Platz für Versammlungen konzipiert worden ist, von Handwerkern aus der Region – übrigens nahezu ausschließlich Ladberger Unternehmen – gebaut. Gleichwohl soll es Möglichkeiten geben, diesen Raum mittels Trennwänden in kleinere Einheiten zu unterteilen.

„Damit endlich Mannschaftsbesprechungen, Taktikschulungen und Co. in einem überdachten Raum und nicht mehr nur in den Kabinen stattfinden können“, wie Investor und VfL-Vorstand betonen. Man merkt es ihnen deutlich an: Sie können es kaum erwarten, dass es endlich soweit ist.

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