Aldi-Neubau
Es geht los mit dem Abriss

Ladbergen -

Die Mietwohnungen und die Geschäftsräume des Sti(e)lwerk stehen seit Monaten leer. Seit einer Woche kündigen Bauzäune davon, dass es auf dem Eckgrundstück am Kreisverkehr Lengericher Straße/Tecklenburger Straße bald ernst werden könnte. Und in der Tat, bestätigt Bauamtsleiter Tim Lutterbei auf WN-Nachfrage, soll ein Abrissunternehmen das Gebäude an exponierter Stelle schon in dieser Woche dem Erdboden gleich machen. Erste Vorarbeiten wie das Kappen der Versorgungsleitungen haben bereits stattgefunden.

Montag, 07.10.2019, 07:00 Uhr
Die Wohn- und Geschäftsräume stehen leer. In dieser Woche soll mit dem Abriss begonnen werden.
Die Wohn- und Geschäftsräume stehen leer. In dieser Woche soll mit dem Abriss begonnen werden. Foto: Mareike Stratmann

Wie berichtet, will ein Investor, die Richter & Söhne GmbH aus Greven, auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal einen teils zweigeschossigen Aldi-Markt sowie ein zum Kreisverkehr ausgerichtetes U-förmiges Mehrfamilienhaus mit 21 Mietwohnungen errichten. In den politischen Gremien hatte es für das Vorhaben von Architekt Paul Welp im März viele anerkennende Worte gegeben. Der Ladberger hatte betont, wie wichtig es sei, an dem Standort „einen städtebaulichen Akzent zu setzen und somit auch einen Gegenpol zum Otto-Gebäude auf der anderen Straßenseite zu schaffen“.

Ob seine damalige Hoffnung, bis Ende des Jahres Baurecht zu realisieren und Anfang 2020 mit den Bauarbeiten beginnen zu können, begründet ist, steht trotz des nahen Abrisses allerdings in den Sternen. Zunächst muss das Thema noch einmal in den Rat eingebracht werden. Doch dafür fehlt es aktuell noch an der landesplanerischen Zustimmung der Bezirksregierung, die ohne ein noch ausstehendes Schallschutzgutachten jedoch auch nicht erteilt werden kann. Ergo fehlt das Thema „Vordermark“ auf der politischen Agenda der Ratssitzung am kommenden Donnerstag.

Eine erste Offenlegung des Vorhabens hatte aus der Bevölkerung keine Einwände erbracht, seitens der Träger öffentlicher Belange hatte es unter anderem zur Verkehrsführung „Anregungen gegeben“, erläutert der Bauamtsleiter. Allerdings nichts Gravierendes, wie er hinzufügt.

Bezüglich des weiteren zeitlichen Ablaufs will sich Lutterbei nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Allerdings geht er davon aus, dass der Bescheid der Bezirksregierung „recht kurzfristig“ eintreffen könnte. Und dann wäre es auch durchaus denkbar, dass der Neubau am Kreisverkehr eben doch zügig in der Politik zum Thema wird.

Dann wird sich zeigen, ob der Leiter Immobilien und Expansion bei Aldi in Greven, Martin Golly, Recht behält und eine Eröffnung des 1040 Quadratmeter großen Discounters im Ortskern Ende kommenden Jahres tatsächlich möglich ist. Er will sich zum aktuellen Stand gegenüber den WN nicht äußern. Dafür betont er, dass bezüglich des aktuellen Standorts an der Kattenvenner Straße weiterhin Gespräche geführt werden. Aldi verfügt dort über einen langfristigen Pachtvertrag. „Der Eigentümer hat jedoch betont, dass er nicht an einem langfristigen Leerstand interessiert ist“, sagt Golly. Möglich, dass auch dort schon bald wegweisende Entscheidungen über die künftige Nutzung des Marktes und Areals getroffen werden könnten.

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