Koch-Abend der Fairtrade-Gemeinde
Viele Männer verfeinern den Brei

Ladbergen -

Zimt, Olivenöl, Tomaten-Sauce, Schokolade, Hackfleisch und vieles mehr: Die Palette an Lebensmitteln, die Kristin Duwenbeck in die Küche des DRK-Kindergartens mitgebracht hatte, bot eine große Vielfalt – und doch haben alle Produkte einen gemeinsamen Kern: „Alle sind fair gehandelt“, berichtet die Fachfrau aus Münster. Am Donnerstagabend lud sie im Auftrag der Gemeinde Ladbergen zum gemeinsamen Männer-Koch-Abend ein.

Freitag, 18.10.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 18:50 Uhr
„Reich mir doch einmal den Pfeffer. . .“ An der langen Kochzeile konnten sich die Männer gut gegenseitig unterstützen.
„Reich mir doch einmal den Pfeffer. . .“ An der langen Kochzeile konnten sich die Männer gut gegenseitig unterstützen. Foto: Luca Pals

„Das brennt dir gleich an“, warnt der eine. Der Nachbar meldet sich postwendend zurück: „Pass auf, so viel Salz brauchst du doch gar nicht.“ Das kollektive Lachen folgt auf dem Fuß: Das gemeinsame Braten, Würzen und Schnippeln fand im Grunde genau so statt, wie es sich viele erhofft hatten.

Organisiert wurde der Abend von der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Gemeinde. Deren Sprecher Ingo Kielmann erklärte: „Wir wollen an mehreren Terminen im Jahr Aktionen rund um den fairen Handel anbieten.“ Der Einladung zum reinen Männerabend waren viele gefolgt. Kielmann erhoffte sich einen „netten gemeinsamen und lustigen Abend“, bei dem „während des Kochens ins Gespräch“ gekommen werden konnte.

Gesagt, getan: Thomas Eppendorf, der nach eigener Aussage Zuhause ebenfalls zum Kochlöffel greifen würde, lobte die gute Stimmung – auch der Aspekt des fairen Handels sei für ihn wichtig. Kristin Duwenbeck erklärte im WN-Gespräch: „Es ist gerade in unserer heutigen Zeit besonders wichtig, dass sich die Menschen Gedanken über Nachhaltigkeit machen.“ In Ladbergen sei das Bewusstsein dafür sehr groß. Kielmann verwies auf den zuletzt vorgestellten „Ladberger Kaffee.“ Selber kochen – das macht Kielmann von Haus aus auch: „Ich mache oft Gemüse im Wok oder wende das Fleisch auf unserem Grill.“

Gegrillt wurde am Donnerstagabend zwar nicht, dafür gab es Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch. Konkret heißt das: Pumpernickel auf Linsensalat, dazu Manakish mit Dattel-Dip. Es folgt Chili con Quinoa und zum Abgang eine Schokotorte.

Auffällig ist: Alltäglich sind die Rezepte, die Duwenbeck anbietet, nicht. Genau nach dem Geschmack der Männer. Torsten Buller lobt: „Hier bekommt man Anregungen, die man nachmachen kann. Rezepte, die nicht jeden Tag gekocht werden.“ Klaus Kättker, der sich an diesem Abend um die Linsen für die Vorspeise kümmert, sagt: „Zuhause gehen einem vielleicht mal schnell die Ideen aus. Da ist dieser Kursus genau der richtige.“ Auch Duwenbeck betont: „Ich möchte das Bewusstsein schärfen, wie viele Gerichte mit fair gehandelten Produkten, zu kochen sind.“ Erste Kostprobe beim Schokoguss von Torsten Buller: „Einfach lecker“, sagt sie und eilt zur nächsten Station – nicht das noch was anbrennt.

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