Tipps und Anregungen für die Halter von 782 Hunden im Ort
Gehorsam ist Pflicht

Ladbergen -

Ein gemütlicher Spaziergang durch den mit Laub bedeckten Friedenspark, man lässt die Gedanken schweifen, und plötzlich ist da der Tritt in den nicht bemerkten Hundehaufen. Ärgerlich. Unnötig. Und leider keine Seltenheit. Weiß auch Angelika Pfaff, die sich im Ordnungsamt der Gemeinde um alles kümmert, was mit dem Thema Vierbeiner zu tun hat. Und von denen gibt es in Ladbergen einige.

Dienstag, 12.11.2019, 20:49 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 16:46 Uhr
Angeleint im Außen- und Innenbereich von Orten sind Hundehalter auf der sicheren Seite. Generell gilt: Ohne Leine geht es nur, wenn Hunde außerhalb der Ortschaften direkt auf Rückruf reagieren.
Angeleint im Außen- und Innenbereich von Orten sind Hundehalter auf der sicheren Seite. Generell gilt: Ohne Leine geht es nur, wenn Hunde außerhalb der Ortschaften direkt auf Rückruf reagieren. Foto: dpa

Steuerlich erfasst sind im Ort 782 Hunde, bei 416 handelt es sich um sogenannte 20/40-Hunde – das heißt, sie sind schwerer als 20 Kilogramm und/oder größer als 40 Zentimeter. Schwerwiegende Probleme, sagt Angelika Pfaff , gebe es mit Hunden in Ladbergen nicht. So sind in ihrer Statistik im Lauf der vergangenen zehn Jahre gerade einmal sieben Beißvorfälle an Hunden, drei an Menschen und drei weitere Verstöße wie gefährliches Anspringen registriert worden.

Trotzdem möchte sie auf eines aufmerksam machen: Unter anderem darauf, dass zur Vermeidung von Gefahren Anleinpflicht in innerörtlichen Bereichen und umfriedeten Park- und Grünanlagen besteht – und dazu gehören auch der Friedenspark und die innerörtlichen Bereiche entlang des Mühlenbachs. Und das, sagt die Verwaltungsangestellte, hätten viele nicht auf dem Schirm – obwohl sie bei der Anmeldung ihres Vierbeiners von der Gemeinde nicht nur Hundekotbeutel, sondern auch Tipps und Anregungen für Hundehalter mit an die Hand bekämen.

Aber wie sieht das denn an Stellen wie dem Kanal aus? Auch wenn es dort keine generelle Anleinpflicht gibt, gilt laut Angelika Pfaff der Grundsatz: „Leinen Sie Ihren Hund nur ab, wenn er sofort auf Ihren Rückruf reagiert.“ Sie macht die Gleichung auf: 100 Prozent Gehorsam erlaubt Freiheit, 99 Prozent Gehorsam reichen nicht. Und wovon sie gar nichts hält, ist der schon häufig gehörte Satz von Hundehaltern: „Mein Hund tut nichts.“Denn Kinder und Erwachsene, die Angst vor Vierbeinern haben, beruhigt das wenig. Gleiches gelte für ängstliche Hunde oder welche mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt.

Angelika Pfaff will nicht den Zeigefinger erheben, aber zu Rücksicht auffordern und für das Thema sensibilisieren. So ist es auch im Hundegesetz des Landes geregelt: „Hunde sind so zu halten, zu führen und beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen und Tieren ausgeht.“ Ergo gilt auch in Wäldern, dass Hunde außerhalb der Wege angeleint werden müssen.

Wer dieses nicht beachtet, dem kann nach einer ersten Verwarnung ein Bußgeld von 75 Euro blühen, welches sich im Wiederholungsfall erhöht. Das gilt übrigens auch für das Thema Beseitigung von Hundekot. Am Aldi-Markt, an der Tourist Info, am Mühlenbach Höhe Seniorenheim und an der Waldseestraße hat die Gemeinde entsprechende Beutelspender aufgestellt. Damit es beim Spaziergang nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt.

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