Mobile Sanitätsstation für den DRK-Kreisverband kommt nach Ladbergen
Gute Bedingungen für die Hilfe

Tecklenburger Land/Ladbergen -

Der Präsident Heinz Hüppe sprach von einem „Meilenstein für den Sanitätsdienst“ – und keiner widersprach ihm. Keine Frage, die neue mobile Sanitätsstation, die der DRK-Kreisverband Tecklenburger Land jetzt vorstellte und künftig in Ladbergen stationiert sein wird, ist schon ein richtig dolles Ding.

Sonntag, 17.11.2019, 16:04 Uhr
Landrat Dr. Klaus Effing (links) und VR-Bank-Vorstand Hubert Overesch lassen sich von Daniel Gerdts die neue Sanitätsstation des DRK erläutern – zuvor hatten sie ihre Spendenschecks an den DRK-Kreisverband Tecklenburger Land überreicht.
Landrat Dr. Klaus Effing (links) und VR-Bank-Vorstand Hubert Overesch lassen sich von Daniel Gerdts die neue Sanitätsstation des DRK erläutern – zuvor hatten sie ihre Spendenschecks an den DRK-Kreisverband Tecklenburger Land überreicht. Foto: Henning Meyer-Veer

Vielleicht war sie deshalb so teuer. Die Gesamtkosten für den Kauf der mobilen Sanitätsstation belaufen sich auf rund 100 000 Euro. Die das DRK aber nicht alleine stemmen muss. Die Gesellschaft zur Förderung gemeinnütziger Zwecke Kreis Steinfurt förderte die Anschaffung mit 22 500 Euro, die VR-Bank Kreis Steinfurt mit 20 000 Euro. Landrat Dr. Klaus Effing und Bankvorstand Hubert Overesch überreichten die entsprechenden Spendenschecks. Das DRK finanziert seinen Anteil über Verkaufserlöse (Kleidershops/Container) der vergangenen Jahre.

Die neue mobile Sanitätsstation verschafft den Helfern überaus gute Arbeitsbedingungen. Sie besteht aus zwei Bereichen. Im vorderen Bereich findet die Versorgung der Patienten statt, ausgestattet ist er mit einem Behandlungsplatz. Diese Behandlungskabine verfügt über eine ähnliche Ausstattung wie ein Rettungswagen: eine Trage, einen automatischen externen Defibrillator, eine medizinische Sauerstoffanlage, Gerätschaften zur Immobilisation wie eine Schaufeltrage, eine Hygieneeinheit sowie einen Wickeltisch.

Der hintere Bereich kann auch als „Einsatzzentrale Aufenthaltsraum“ für die Einsatzkräfte beschrieben werden. Neben einer Kommunikationszentrale mit Funkgeräten, Bildschirmen zur Darstellung der örtlichen Lage und Einsatzbüchern, beinhaltet er auch eine Sitzecke und Küchenzeile für die Einsatzkräfte. Eine ausfahrbare Außenmarkise dient dem Schutz vor verschiedenen Wettersituationen und kann ergänzend zu einem Zelt ausgebaut werden. Beste Bedingungen also.

Um diesen mobilen Behandlungsplatz bedienen zu können, braucht es die Grundqualifikation als Sanitäter. Geplant ist es, ihn für mehrtägige sanitätsdienstliche Veranstaltungen einzusetzen. Damit, so das DRK, reagiere man auf die wachsenden Anforderungen an die ehrenamtlichen Sanitäter, in dem ein entsprechender Arbeitsraum und Behandlungsplatz geboten wird, in dem Patienten adäquat versorgt werden können. Ebenso steigere ein solcher Arbeitsplatz, die Attraktivität der ehrenamtlichen Tätigkeit als Sanitäter auch bei schwierigen Wetterverhältnissen.

Die Ehrengäste würdigten das gute Stück entsprechend. Die Indienststellung einer solchen Station sei im Kreis Steinfurt eine „einmalige Sache“, so Heinz Hüppe . „Johannes Hille ist immer sehr ums Geld bedacht, und wenn der schon sagt, ,Da geben wir richtig Geld für aus‘, dann ist da eine gewisse Notwendigkeit hinter.“ Die Einsatznotwendigkeiten werden mehr, betonte Hüppe. Aber ohne Unterstützung von Kreis und VR-Bank hätte die Station nicht angeschafft werden können.

Landrat Dr. Klaus Effing lobte die Arbeit des DRK. „Das ist etwas ausgesprochen Wichtiges, was Sie hier leisten.“ Ohne Sanitäter ginge es bei Veranstaltungen nicht. „Von der Konzeption habt Ihr was ganz Tolles auf die Beine gestellt. Das ist gut investiertes Geld.“ VR-Bank-Vorstand Hubert Overesch sagte: „Wir alle wissen, was Sie leisten. Die Anschaffung wird dazu beitragen, Patienten und Unfallopfer würdig aufnehmen zu können.“

Stationiert wird die Station in Ladbergen, ist aber für den gesamten Kreisverband Tecklenburger Land verfügbar. „Alle Ortsvereine dürfen sich bedienen“, so Heinz Hüppe.

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