Experten sollen klären: Zebrastreifen, Blumenkübel oder Bodenschwellen für die Dorfstraße?
Kein Zweifel an der Notwendigkeit

Ladbergen -

Dass die Verkehrssicherheit auf der Dorfstraße erhöht werden soll, darüber herrschte im Umweltausschuss jüngst schnell Einigkeit. Nur auf die Frage des Wie konnten sich die Lokalpolitiker noch nicht so recht einigen. Sie wollen dazu die Experten des Straßenverkehrsamtes des Kreises Steinfurt hören und beschlossen bei einer Enthaltung, dass sich die Gemeinde mit der Behörde in Verbindung setzt, um in Höhe der Eindiele und des Dorfbrunnens eine verbesserte Verkehrssicherheit zu erlangen. Ferner soll dort aus Richtung Mühlenstraße kommend spätestens im Frühjahr eine Geschwindigkeitsanzeige installiert werden. Der Rat hat am 12. Dezember das letzte Wort.

Donnerstag, 21.11.2019, 20:42 Uhr aktualisiert: 21.11.2019, 21:01 Uhr
So ruhig ist es auf der Dorfstraße nicht immer. Weil sich viele Autofahrer nicht an die Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern halten, soll die Verkehrssicherheit dort erhöht werden. Nur wie?
So ruhig ist es auf der Dorfstraße nicht immer. Weil sich viele Autofahrer nicht an die Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern halten, soll die Verkehrssicherheit dort erhöht werden. Nur wie? Foto: Mareike Stratmann

Wie berichtet, hatte sich die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen an die Politik gewandt, weil der vergangene Sommer aus ihrer Sicht wieder gezeigt hat, dass das Tempolimit von 20 Stundenkilometern auf dem Teilstück zwischen Buddemeier und Mühlenstraße „durch die überwiegende Mehrzahl der Autofahrer nicht eingehalten wird“ und es so zu gefährlichen Situation mit den Fußgängern komme, wie Jörg Berlemann schilderte. Vor allem Kinder, die von der Eisdiele schnell mal zum Spielplatz flitzen, haben die Grünen dabei vor Augen.

Eine Sichtweise, der sich die Ausschussmitglieder weitestgehend anschlossen. Einen Zebrastreifen, wie von den Grünen angeregt, lehnten die übrigen Fraktionen indes ab. „Weil das heile Auto des Deutschen liebstes Kind ist, halten wir die Errichtung von Blumenkübeln für die effektivere Lösung“, sagte Thomas Schulze Eckel (FDP) und zielte darauf ab, dass so künftig nur ein Fahrzeug die entsprechende Engstelle passieren könnte. Christoph Korte (SPD) und Christian Westphal ( CDU ) gefiel die Idee von Bodenschwellen zum „Wachrütteln“, wie sie sagten.

Was aus Verwaltungssicht gegen einen aufgezeichneten Fußgängerüberweg spricht, machte die Leiterin des Ordnungsamtes, Heike Peters, deutlich: So habe es bei einem Ortstermin im Juli 2013 bereits geheißen, „dass ein Zebrastreifen in einem verkehrsberuhigten Bereich entbehrlich“ sei.

Stimmt der Rat zu, sollen jetzt die Experten zum Thema erhöhter Verkehrssicherheit gehört werden. Das scheint allerdings Formsache. Ebenso wie die Entscheidung darüber, dass die gemeindeeigene Geschwindigkeitsanzeigetafel über die Sommermonate im Ortskern aufgehängt wird. „Dafür kann ich mich erwärmen“, sagte Lothar Kröner (CDU). Und Thomas Schulze Eckel ließ keinen Zweifel daran: „Wir müssen an die Autofahrer ran.“

Fahrbahn-Sanierung bis Weihnachten

Wie mit dem Thema Erhöhung der Verkehrssicherheit in Höhe von Eisdiele und Brunnen umgegangen wird, steht noch in den Sternen. Festgezurrt ist indes, berichtet Andreas Moysich-Kirchner aus dem Bauamt, dass der Bereich der Dorfstraße zwischen Grevener Straße und Kirchplatz noch bis Weihnachten saniert werden soll. Die CDU hatte beantragt, mit den Geldern, die aus der Sanierung des Kohnhorstwegs übrig geblieben waren, die Fahrbahnoberfläche auf dem Teilstück zu erneuern. Laut Moysich-Kirchner ist der Auftrag dafür jetzt erteilt worden. Die Firma Straßenbau Gieseke aus Rheine wird die Arbeiten auf dem knapp 300 Meter langen Teilstück ausführen. Vorgesehen sind für die Realisierung des Projekts etwa 50 000 Euro. Wann die Straßenbauarbeiten starten, steht noch nicht fest.

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