Ein Verein mit langer Tradition: MGV Chorios
Harmonie zwischen Jung und Alt

Ladbergen -

Die Ladberger Chöre bitten am Sonntag, 22. Dezember, zum Weihnachtssingen in die evangelische Kirche. Rund um diese Veranstaltungen wirft unsere Zeitung einen Blick auf die musikalische Landschaft Ladbergens und stellen in loser Reihenfolge die Chöre im Ort vor. Den Auftakt macht der MGV Chorios.

Sonntag, 24.11.2019, 16:46 Uhr aktualisiert: 25.11.2019, 17:20 Uhr
Der MGV Chorios mit seinem neuen Chorleiter Felix Winter.
Der MGV Chorios mit seinem neuen Chorleiter Felix Winter. Foto: Luca Pals

Sie kennen das Prozedere. Sich zum Pressefoto zusammenstellen, das ist für die Sängerinnen und Sänger des MGV Chorios nichts Neues. Schnell ist ein leichter Halbkreis gebildet. So wie das jeder Fotograf gerne hat. Ein Stuhl steht noch in der Mitte – weggeräumt werden muss er nicht: Geschwind schnappt ihn sich Felix Winter und setzt sich lässig in Szene. Klar: Der Chorleiter gehört in die erste Reihe. Winter ist seit Anfang September der Neue beim 1874 gegründeten Chor. 24 Jahre alt ist der gebürtige Ochtruper, der neuen Schwung mitgebracht hat und den Traditionschor aktuell auf das Weihnachtskonzert vorbereitet.

Und bis zu diesem ist es tatsächlich nicht mehr allzu lange hin. Für das Konzert, bei dem der Chor zwei Stücke zum Besten geben wird, wird nun schon geprobt, was das Zeug hält. Jeden Dienstag von 20 bis 21.30 Uhr werden die Stimmbänder im Begegnungszentrum Buddemeier beansprucht. Beim Besuch unserer Zeitung wird deutlich: Winter, der zurzeit im ersten Master-Semester seines Lehramtsstudiums (Musik und Erdkunde) steht, trifft den passenden Ton – gar nicht so selbstverständlich will man meinen, denn sein Chor ist um einiges älter als er selbst: Der junge Hüpfer in erster Reihe. Hier mal ein strenger Blick, dort eine kleine – aber immer nett gemeinte – Verbesserung, woanders ein kleiner Scherz auf Lager: Der Student weiß, wie er Zugang bekommt, begleitet den Gesang am Piano mit.

Im Uni-Hauptkurs geht es um das Klavier, zahlreiche Erfahrungen sammelte der blonde Chorleiter in Orchestern oder in der musikalischen Jugendförderung. Einen eigenen Chor leiten – dass ist auch für ihn neu. Eine Erfahrung, die sich nun – zwei Monate später – bereits ausgezahlt habe: „Es macht total viel Spaß gemeinsam zu proben. Ich selber lerne auch viel bei der Arbeit mit dem Chor. Dieser verzeiht mir auch die einen oder anderen Fehler.“ Denn: „Chor oder Orchester – das ist nochmal ein großer Unterschied“, gibt Winter zu. Ganz ins kalte Wasser sei er allerdings nicht geschmissen worden: „Ich habe vier Wochen lang mit Ines Albers den Chor zusammen geleitet. „Wir haben uns gemeinsam auf das Blumenkonzert vorbereitet.“

Dieses fand Ende September statt, symbolisch übergab Albers damals den Taktstock an Winter weiter (WN berichteten). Was gleich zu Anfang Winter ebenfalls half? „Der Chor hat Erfahrung mit jungen Menschen.“ Gemeint ist Ines Albers selber. Der Kontakt zum Chor war eher glücklicher Natur, erinnert sich Winter: „Ich habe die Anzeige auf der Facebook-Seite der Uni gefunden. Da gibt es immer mal Stellenausschreibungen.“ Im Februar habe er ein erstes Gespräch mit Dieter Brönstrup, Vorsitzender des Vereins, geführt: „Noch am selben Tag bin ich direkt mit zur Probe gegangen.“ Im April habe er dann seine erste Probe geleitet.

Der Chor entschied sich daraufhin schnell für Winter als neuen Leiter. Brönstrup gibt im WN-Gespräch zu: „Da hatten wir nie Bedenken. Natürlich mussten wir uns ein wenig annähern, aber das ist ja immer so, wenn jemand neu ist.“ Die Entscheidung für Winter sei genau die Richtige gewesen.

Beim Weihnachtskonzert wird der Chor die Stücke „Herbei o ihr Gläubigen“ und das polnische Lied „Lulajze Jeznuniu“ zu Gehör bringen.

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