Aktion „Weihnachtspäckchen für Bulgarien“ läuft bis morgen
200 bunte Kisten und eine Glocke

Ladbergen -

Sechs lange Tische stehen aneinandergereiht: Auf ihnen türmen sich Süßigkeiten, aber auch Wolle, selbst gestrickte Socken, Kinderspielzeug und viel Schulmaterial. Der Keller des evangelischen Gemeindehauses hat sich in eine Geschenkfabrik verwandelt. Anlass für das „geordnete Chaos“ ist die alljährliche Weihnachtspäckchen-Aktion der evangelischen Kirchengemeinde.

Montag, 02.12.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 03.12.2019, 18:14 Uhr
Annerose Apitz und Ilona Brinkmeier packen momentan Weihnachtspäckchen im Akkord: Heute und morgen können noch weitere Spenden abgegeben werden.
Annerose Apitz und Ilona Brinkmeier packen momentan Weihnachtspäckchen im Akkord: Heute und morgen können noch weitere Spenden abgegeben werden. Foto: Luca Pals

Sechs lange Tische stehen aneinandergereiht: Auf ihnen türmen sich Süßigkeiten, aber auch Wolle, selbst gestrickte Socken, Kinderspielzeug, viel Schulmaterial – und zwischendurch verlieren sich sogar Schnuller zwischen den Geschenken. Nicht zu vergessen: die zahlreichen Zahnbürsten. „Der Tisch war gestern noch viel voller“, schmunzelt Annerose Apitz beim Besuch unserer Zeitung: Der Keller des evangelischen Gemeindehauses hat sich in eine Geschenkfabrik verwandelt.

Anlass für das „geordnete Chaos“ ist die alljährliche Weihnachtspäckchen-Aktion der evangelischen Kirchengemeinde. „Ich weiß gar nicht, seit wann ich das schon mache“, muss Apitz, Mitglied des Presbyteriums, scharf nachdenken, um dann hinterher zu schieben: „Einfach schon sehr lange.“

Seit etwa 20 Jahren machen sich die weihnachtlichen Päckchen auf den Weg Richtung Osten – initiiert vom ehemaligen Ladberger Pfarrer Jörg Winkelströter. Mit einem Lkw der Spedition Martin Oelrich werden die Geschenke nach dem zweiten Advent nach Bulgarien in die Stadt Mezdera gefahren. Dort wird sie Pfarrer Zafirov mit offenen Armen in Empfang nehmen. „Die Gemeinde ist immer sehr froh. Die Geschenke gehen in eine eher ärmere Gemeinde“, berichtet Apitz und weiter: „Pfarrer Zafirov wird die Geschenke an die Kinder in der Gemeinde und bei Krankenhaus-Besuchen verteilen. Wir bekommen immer eine überragende Resonanz.“

Dass die Ladberger eine Ader für die gute Sache haben, dessen ist sich die Presbyterin bewusst, besonders aber bei der Adventsaktion würde sich dies bemerkbar machen: „Wenn wir alles fertig gepackt haben, werden wir 200 Päckchen nach Bulgarien schicken können. Zahlreiche Privatpersonen, Einrichtungen wie der Seniorentreff mit selbst gestrickten Socken und Unternehmen des Ortes haben wieder super viel gespendet“, freut sie sich. Gerade in der Weihnachtszeit würde die evangelische Kirchengemeinde damit ihrem Wunsch nach Nächstenliebe entgegenkommen.

Martin Oelrich, Vorsitzender des Presbyteriums und seit Jahren „Lieferant“ der Geschenke, kommt beim Anblick der zahlreichen Pakete aus dem Strahlen kaum heraus. Er sagt, dass Kurzentschlossene Spenden noch heute und am morgigen Mittwoch im Gemeindehaus oder bei Familie Apitz, Lönsweg 7, abgeben können. In diesem Jahr neu und damit besonders: Eine massive Kirchenglocke wird sich zusammen mit den Paketen den Weg machen. Diese wird Oelrich in der kommenden Woche aus einer Kirchengemeinde in Hoetmar abholen.

Annerose Apitz dankt den Spendern wie auch ihren Mitstreiterinnen: „Etwa eine Woche benötigen wir dafür, bis alle Pakete fertig sind.“ Die fünf Damen – neben Apitz helfen Ilona Brinkmeier, Doris Wierwille, Karin Haarlammert und Elisabeth Lübke – legen besonderen Wert auf die Gestaltung der Päckchen: „Am Ende soll jedes Kind ein perfektes Geschenk zu Weihnachten bekommen“, verspricht Apitz. Ein Beispiel? Das Geschenkpapier wurde von Elisabeth Lübke „fast einen ganzen Sommer“ an die Kartons geklebt.

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