Weihnachtswünsche können erfüllt werden
Kindern eine große Freude machen

Ladbergen -

In den vergangenen Jahren war die „Wunschbaum“-Aktion von Familienstiftung und Apotheke am Rott regelmäßig ein großer Erfolg. Wer möchte, kann auch jetzt wieder Wünsche von Kindern aus sozial schwachen Familien erfüllen.

Freitag, 06.12.2019, 17:10 Uhr
Im Einsatz für die gute Sache: Gestern gaben Bürgermeister Udo Decker-König (rechts), Dr. Heinz Hörster (links) und Lothar Molenkamp (2. von links) im Beisein des Teams der Apotheke am Rott den Startschuss für die dritte gemeinsame Wunschbaum-Aktion.
Im Einsatz für die gute Sache: Gestern gaben Bürgermeister Udo Decker-König (rechts), Dr. Heinz Hörster (links) und Lothar Molenkamp (2. von links) im Beisein des Teams der Apotheke am Rott den Startschuss für die dritte gemeinsame Wunschbaum-Aktion. Foto: Mareike Stratmann

„Einen Barbie-Mann, damit meine Barbie nicht mehr so alleine ist“, hat ein fünfjähriges Mädchen auf ihren Wunschzettel geschrieben. Es ist einer von rund 40 Wünschen, die seit gestern Vormittag am hölzernen Tannenbaum in der Apotheke am Rott hängen. Zum dritten Mal veranstaltet das Team der Leugermann-Apotheke gemeinsam mit der Familienstiftung die Aktion „Wunschbaum“ – und die, berichtet Florian Tomas , hat sich im Ort längst viele Freunde gemacht.

Dass Schirmherr Bürgermeister Udo Decker-König den Wunschzettel mit der Nummer eins vom Baum nimmt und in diesem Fall eben einen Barbie-Mann für die ihm unbekannte Fünfjährige besorgen wird, hat bereits Tradition. Allerdings, so Florian Tomas und seine Kolleginnen aus der Apotheke, hätten in den vergangenen zwei, drei Wochen schon viele Kunden gefragt, „wann es endlich wieder losgeht“.

Der Wunsch, selbst Weihnachtsengel zu spielen und Kindern aus sozial schwachen Familien vor Ort, die bei der Aktion ihre Weihnachtswünsche im Wert von bis zu 30 Euro vorbringen, eine Freude zu machen, ist scheinbar erneut groß. Schon in den zurückliegenden Jahren waren sämtliche Zettel binnen weniger Tage vergriffen.

Puppenkleidung, Playmobil- und Lego-Sets, dazu ein Rutscheauto, Pokemon-Karten, aber auch Schminke und Parfüm und sogar eine warme Winterjacke: Die Wünsche, die die Mädchen und Jungen im Alter von bis zu zwölf Jahren äußern, sind vielfältig. Ebenso wie ihre Wunschzettel. Viele sind aufwendig bemalt und die Wünsche bis ins letzte Detail beschrieben worden.

Und so funktioniert‘s: Wer einen Wunsch erfüllen möchte, nimmt einen Zettel vom Baum, besorgt das Präsent, verpackt dieses hübsch und gibt es mit dem Wunschzettel versehen bis spätestens Montag, 16. Dezember, wieder in der Apotheke am Rott ab. Florian Tomas und seine Kolleginnen, die sich vor Ort um die Aktion Wunschbaum kümmern, leiten die Geschenke an die „Weihnachtsmänner“ der Familienstiftung weiter.

Erst an dieser Stelle werden Wunschzettel, Namen und Adresse zusammengeführt, sagen Dr. Heinz Hörster und Lothar Molenkamp. Anonymität ist ihnen wichtig. Und wie jeder weiß: Die „Weihnachtsmänner“, die dann am Tag vor Heiligabend losziehen und die Geschenke verteilen, sind äußerst verschwiegene Gesellen. Nur eines erzählen sie dann doch: dass es jedes Jahr „richtig schöne Momente“ seien, wenn sie den Kindern die Geschenke überreichten, die es Heiligabend sonst nicht so gut treffen wie ihre Altersgenossen. Strahlende Augen sind da vorprogrammiert, Freude und Dankbarkeit seien groß.

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