Müllentsorgung in der freien Natur
Genügend andere Möglichkeiten

Ladbergen -

Das Wetter lädt auch im Winter dazu ein, längere Spaziergänge zu unternehmen und die Natur zu genießen. Wäre da nicht so manches Mal der Müll am Wegesrand.

Donnerstag, 26.12.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 12:03 Uhr
Büsche und Laub müssen und dürfen nicht in der freien Natur entsorgt werden. Es gibt genügend andere Möglichkeiten. Trotzdem werden entsprechende Hinweisschilder missachtet.
Büsche und Laub müssen und dürfen nicht in der freien Natur entsorgt werden. Es gibt genügend andere Möglichkeiten. Trotzdem werden entsprechende Hinweisschilder missachtet. Foto: Luca Pals

Das Wetter lädt auch im Winter dazu ein, längere Spaziergänge zu unternehmen und die Natur zu genießen. Wäre da nicht so manches Mal der Müll am Wegesrand. Angefangen bei Laub bis hin zu ganzen Erdhaufen: Ein Ladberger, dessen Name der Redaktion bekannt ist und der an dieser Stelle nicht genannt werden möchte, hat das in der Vergangenheit des Öfteren entdeckt. Dabei habe er auch beobachtet, dass besonders Gartenabfälle in der Natur entsorgt werden.

Gegenüber den WN reagiert er mit Unverständnis: „Nur zehn Meter daneben ist ein Verbotsschild, auf dem ausdrücklich geschrieben steht, dass Grünabfälle nicht entsorgt werden dürfen.“ Dabei gebe es doch genug Möglichkeiten, seinen Müll abzugeben, so der Ladberger.

Ähnlich sieht es Heike Peters vom Ordnungsamt der Gemeinde: „Mit den Mülltonnen, den Glascontainern und dem Grünabfalldepot der Firma Rehkopf haben die Ladberger wirklich genug Möglichkeiten, alles ordnungsgemäß zu entsorgen.“ Letzteres – die Grünabfallabgabe bei der Firma Rehkopf – wird laut Entsorgungskalender „in der Regel alle 14 Tage“ angeboten und wird laut Peters sehr gut angenommen. Im Oktober, wenn die Gärten winterfest gemacht werden und das letzte Laub zusammengeharkt wird, gibt es das Angebot auch wöchentlich, und zwar jeweils samstags. Hinzu kommen weitere Termine im Frühjahr.

Für Peters ist auffällig, dass besonders rund um Glascontainer vermehrt Müll abgelagert werde. So komme es „schon mehrmals vor, dass sich Ladberger bei uns melden“. Dazu dient unter anderem der „Meckerkasten“ der Gemeinde auf deren Internetseite.

Peters beschreibt: „Es ist oft sehr unterschiedlich – kleinere bis wirklich große Mengen Müll, die gefunden werden. Manchmal sieht es nach einer Wohnungsauflösung aus.“ Wenn der Bauhof alarmiert wird, würde dieser in der Regel erst einmal nach Hinweisen auf Verursacher suchen: „Manchmal haben Bürger das Abladen beobachtet und sich das Kennzeichen gemerkt. Dann ist es natürlich ganz einfach“, erklärt Peters im WN-Gespräch. Des Öfteren würden Hinweise durch weggeschmissene Briefe und Quittungen helfen, den Übeltäter zu finden.

Hilft all dies nicht, weil die illegalen Müllentsorger „sauber“ und ohne Spuren zu hinterlassen gearbeitet haben, bleibt nichts anderes übrig, als dass der Bauhof den Müll entsorgen muss: „Das kommt schon oft vor“, weiß Peters. Gerade bei Autos, die verlassen und ohne Nummernschild in der Gegend abgestellt wurden, sei es schwierig, einen Schuldigen auszumachen.

Mit Blick auf die zahlreichen Angebote zur Müllentsorgung sagt Peters: „Die Bürger haben so viele Möglichkeiten.“

Der Ladberger, der sich an die Redaktion gewendet hat, nennt einen anderen Aspekt: „Ich glaube nicht, dass Menschen aus Greven oder Lengerich zum Müll abladen nach Ladbergen kommen. Dass sind Bürger aus unserer Gemeinde: Sein eigenes Dorf zu vermüllen – das kann ich nicht verstehen.“

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