„Zuckerbrot und Peitsche“ in Ladbergen
Kurzweil auf der Kulturbühne

Ladbergen -

Das „Theater Silke Jurk“ begeisterte auf der Kulturbühne Ladbergen mit seiner Inszenierung der Verwechslungskomödie „Zuckerbrot und Peitsche“. Silke Jurk, Renata Nedela, und Sascha Ringert ließen das Publikum den Alltag vergessen.

Samstag, 11.01.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 12.01.2020, 15:00 Uhr
Silke Jurk, Renata Nedela und Sascha Ringert (von rechts) vom „Theater Silke Jurk“ begeisterten mit der Verwechslungskomödie „Zuckerbrot und Peitsche“ das Publikum der Kulturbühne Ladbergen.
Silke Jurk, Renata Nedela und Sascha Ringert (von rechts) vom „Theater Silke Jurk“ begeisterten mit der Verwechslungskomödie „Zuckerbrot und Peitsche“ das Publikum der Kulturbühne Ladbergen. Foto: Axel Engels

Geschichten wie aus dem Leben gegriffen und wunderbar auf die Bühne gebracht – mit „Zuckerbrot & Peitsche“ gab es für die Besucher im ausverkauften Saal von Buddemeier „Volkstheater“ im Stil einer „Ohnsorg-Inszenierung“. Die Organisatoren der Kulturbühne Ladbergen hatten dem Publikum mit der Komödie „Zuckerbrot & Peitsche“ des „Theater Silke Jurk “ einen mit jeder Menge humoristischen Prisen gewürzten Abend geschenkt, an dem sich die Besucher jede Minute vom umtriebigen Geschehen auf der Bühne fesseln ließen.

Silke Jurk, Renata Nedela , und Sascha Ringert brauchten kein großes Bühnenbild. Mit Esprit und Leidenschaft entführten sie in eine Welt, die wohl niemandem fremd ist. Den Trubel einer Betriebsfeier kennt man, den hat man über die Jahre zur Genüge mitgemacht.

Was die Schauspieler aus der literarischen Vorlage von Frederic Dewey machten, war schon recht ungewöhnlich. Eine solche Anhäufung von Intrigen, verdeckten Leidenschaften, Irrungen und Wirrungen muss wohl einer mit schwarzem Humor gesegneten Seele entsprungen sein.

Mit großem schauspielerischem Können zeichnete Silke Jurk gleich zwei Schwestern, die sich zwar auf der Bühne nie begegneten, aber in verschiedenen Situationen doch immer wieder miteinander konfrontiert waren. Die eine Schwester musste als Privatsekretärin des Chefs einer seriösen Firma die Feier organisieren und durchlief dabei gleichsam eine psychotherapeutische Aufarbeitung ihrer Hemmungen und unterdrückten Sehnsüchte. durchlief. Die mit allen Wassern gewaschene und offenbar weniger gehemmte Organisatorin eines Schönheitswettbewerbs wusste mit burschikosen Art alle Probleme zu meistern.

Und wenn dann noch Sascha Ringert als engagierter Begleiter im rosaroten Damenbademantel die Frauen auf und vor der Bühne betörte und Renata Nedela als Blumenhändlerin mit den nunmehr erwachsen gewordenen Produkten ihrer russischen Jugend konfrontiert wurde, war das Vergnügen des Publikums komplett.

Da durften natürlich kleine Spitzen in Richtung Kattenvenne nicht fehlen, die Silke Jurk süffisant in das Geschehen mit einbezog. Für die flotten Sprüche erhielt das Trio immer wieder spontanen Zwischenapplaus. Das Publikum erlebte ein Theaterensemble, das sich mit ganzem Herzen seinem Metier verschrieben hat.

Die Verwechslungskomödie „Zuckerbrot & Peitsche“ erlebte auf der Kulturbühne eine gelungene Premiere. Von der ersten Minute an fühlte sich das Publikum in das Geschehen im Foyer des Hotels einbezogen. Unmögliche Verwechslungen und auch „hysterische“ Ausbrüche waren an der Tagesordnung, so dass die spritzige Komödie ihren gesamten Charme entfalten konnte. Gelegentliche „Längen“ kompensierten die drei Akteure auf der Bühne mit ihrer natürlichen und ungekünstelten Art. Und wenn sie doch einmal den Faden verloren, entspannen sich daraus sofort neue unterhaltsame Dialoge. Silke Jurk, Renata Nedela und Sascha Ringert haben auf jeden Fall ihre ganzen schauspielerischen Qualitäten eingebracht. Es war ein kurzweiliger Abend, der die Besucher den Alltag vergessen und die Zeit wie im Flug vergehen ließ.

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