Kabel sind komplett verlegt
Glasfasernetz ist geknüpft

Ladbergen -

Ladbergen ist zu 100 Prozent flächendeckend mit Glasfaser versorgt. Den Abschluss der Arbeiten feierten die Vertreter der Gemeinde, der Nachbarkommunen und der Stadtwerke Lengerich.

Freitag, 31.01.2020, 17:18 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 18:27 Uhr
Die Vertreter der Kommunen und der Stadtwerke feierten den Abschluss der Glasfaser-Arbeiten in Ladbergen aLs Meilenstein für die Gemeinde und die Region.
Die Vertreter der Kommunen und der Stadtwerke feierten den Abschluss der Glasfaser-Arbeiten in Ladbergen aLs Meilenstein für die Gemeinde und die Region. Foto: Anne Reinker

Viele Kommunen dürften ein wenig neidisch nach Ladbergen blicken. Mit ihrer zu 100 Prozent flächendeckenden Glasfaserversorgung nimmt die Gemeinde eine Vorbildfunktion für andere Dörfer und Städte ein. Nicht nur die innerorts wohnenden Bürger sind nun im schnellen Netz unterwegs, auch für die Ladberger in den Außenbereichen geht es im hohen Tempo auf die Datenautobahn.

Den Abschluss der Arbeiten für die bessere InternetVersorgung im Heidedorf feierten die Gemeindeverwaltung, die Stadtwerke Lengerich und deren Telekommunikations-Tochter Teutel am Donnerstagabend im Rathaus.

Als „Meilenstein für die Region, für Ladbergen, die hier ansässigen Unternehmen sowie unsere Bürgerinnen und Bürger“, beschrieb Bürgermeister Udo Decker-König den „Zugang zum Netz der Zukunft“. Er freute sich, dass damit eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte abgeschlossen ist.

Als im Frühjahr 2014 die Teutel GmbH eigens für den Glasfaserausbau gegründet worden sei, habe niemand damit gerechnet, dass das Projekt bereits Ende 2019 abgeschlossen werden könne, erinnerte der Ladberger Verwaltungschef an den Start. „Ladbergen ist damit bestens für die Zukunft aufgestellt und nicht nur in dieser Hinsicht eine Vorzeigekommune“, ist er überzeugt.

Der Zusammenschluss mit den Kommunen Lienen, Tecklenburg und Lengerich, hohe Fördergelder, die laut Decker-König zu 50 Prozent vom Bund und zu 40 Prozent vom Land bereitgestellt worden seien, sowie die Durchführung durch die Teutel machten die zügige Umsetzung möglich.

Keine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen und vermutlich auch bundesweit könne diese Flächendeckung vorweisen, schätzen die Verantwortlichen. Udo Decker-König, Martin Schnitzler , Geschäftsführer der Stadtwerke Lengerich, und Landrat Dr. Klaus Effing nutzten die Feier, um die Bedeutung dieses Unterfangens zu betonen.

Dass man heute soweit sein könne, sei das Ergebnis einer vorbildhaften interkommunalen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in Lengerich, Tecklenburg und Lienen, lobte Decker-König, dass alle Beteiligte an einem Strang gezogen und ihre Kräfte gebündelt hätten. Sein Dank ging auch an die Ratskollegen, die die restliche Summe genehmigt hätten.

„Infrastruktur ist der Dreh- und Angelpunkt für das Ansiedeln von Gewerbe und Garant dafür, Arbeitsplätze zu schaffen und die kommunalen Einrichtungen zu finanzieren“, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Schnitzler. „Fehlen den Kommunen die Einnahmen, können sie sich nur schwer entwickeln,“ machte er deutlich, wie wichtig es sei, das Geld anzulegen. Andernfalls drohten die ländlichen Bereiche abgehängt zu werden, und das Gewerbe wandere in die Metropolen ab, fuhr er fort.

„Ohne digitale Verbindung ist heute keine Kommune mehr wettbewerbsfähig“ stellte der Stadtwerke-Geschäftsführer klar. Auch im privaten Bereich werde das Glasfasernetz immer wichtiger, was die Gemeinde für Familien attraktiv mache. Stadtwerke, die sich breit aufstellten, würden für den wirtschaftlichen Wachstum der Kommunen immer wichtiger, ist Schnitzler überzeugt. Dadurch würden ganz nebenbei auch viele Arbeitsplätze geschaffen.

Seine „höchste Anerkennung“ zollte Dr. Klaus Effing dem Projekt, das ein „Vorbild im Kreis“ sei. Der Landrat hoffte, dass der Kreis Steinfurt im Jahr 2025 zu 100 Prozent abgedeckt sei, und lobte „das tolle Team und die interkommunale Zusammenarbeit“ der Orte.

Die Ladberger haben nicht nur ein 100-prozentiges Glasfasernetz, an das inzwischen 50 Prozent der Haushalte im Innenbereich und 85 Prozent im Außenbereich angeschlossen sind, sondern auch die Chance, einen von 40 Apfelbäumen zu bekommen.

Unter dem Motto „Ein Apfelbaum für jede Million“ verschenkt die Teutel 40 Bäume. Geschäftsbereichsleiter Johannes Beckering und die Gemeinde Ladbergen laden die Bürger dazu ein, sich um die „Teutel-Bäume“ für den privaten Garten zu bewerben. Wer an der Aktion, die am 28. Februar endet, teilnehmen möchte, schickt eine E-Mail mit seinem Namen und seiner Adresse an teutelbaum@ladbergen.de. Bei mehr als 40 Bewerbungen entscheidet das Los.

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