Oberstübchen spendet 13 769 Euro an den Förderverein Christliche Jugendarbeit
Ein Projekt mit Synergie-Effekt

Ladbergen -

Seit vielen Jahren unterstützt das Team des Oberstübchens den Förderverein Christliche Jugendarbeit. Das Geld für die Jugend stammt aus dem Verkauf von Möbeln, Porzellan und anderen Alltagsdingen im Oberstübchen. Im vergangenen Jahr kamen 13 769 Euro zusammen, die jetzt überreicht wurden.

Montag, 10.02.2020, 06:15 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 18:08 Uhr
Die zahlreichen Mitarbeiter des Oberstübchens konnten es sich bei Kaffee und Kuchen am Mittwochnachmittag gut gehen lassen. Auf stolze 13
Die zahlreichen Mitarbeiter des Oberstübchens konnten es sich bei Kaffee und Kuchen am Mittwochnachmittag gut gehen lassen. Auf stolze 13 Foto: Luca Pals

Die Phrase „Zusammen schaffen wir mehr“ kommt nicht immer abgedroschen daher. Nimmt man die ehrenamtliche Einrichtung des Oberstübchens aus Ladbergen passt der Satz aber mal wieder wie die Faust aufs Auge: Zahlreiche Frauen und Männer sorgen dafür, dass alte Möbel, Porzellan und vieles mehr im kleinen Häuschen im Kirchpatt abgegeben werden und für einen fairen Preis verkauft werden können. Die Einnahmen aus dem Verkauf gehen jährlich an den Förderverein Christliche Jugendarbeit. Dessen Vorsitzender Werner Suhre freute sich im Namen aller Mitglieder an diesem Nachmittag über 13 796 Euro: frisches Geld, das direkt in die Jugendarbeit der evangelischen Kirche fließt. Quasi ein Projekt mit Synergie-Effekt.

Während der offiziellen Jahreshauptversammlung des Oberstübchens bedankte Suhre sich bei den zahlreichen Helfern, die auch in diesem Jahr wieder „ein tolles Ergebnis“ zustandegebracht hätten. Um die Summe der Einnahmen gehe es Suhre allerdings nicht, wie er betonte: „Es geht darum, was wir daraus machen. Mit dem Geld wird sehr viel wertvolle Arbeit geleistet und es ist wunderbar, dass sie alle dazu einen Teil beitragen.“

Von dem Geld werden unter anderem Stellen in der evangelischen Jugendarbeit finanziert. Mitarbeiterin Antje Möller stellte bei Kaffee und Kuchen die Projekte der vergangenen zwölf Monate vor: „Am Sonntag hatten wir noch unseren ‚Highlight‘-Jugendgottesdienst. Von denen hatten wir acht im vergangenen Jahr.“ Laut Möller würde der Gottesdienst immer weitere Kreise ziehen und es sei besonders schön zu sehen, dass die Jugendlichen „sich ganz kreativ nach ihren Stärken ausprobieren und daran wachsen können.“

Neben den Gottesdiensten nahmen im Sommer 24 Jugendliche an einer Freizeit der evangelischen Kirchengemeinde in Österreich teil. Für die Fahrt in diesem Jahr nach Schweden haben die Organisatoren bereits 35 Anmeldungen. Außerdem würden der Jugendkreis, die Jungsgruppe sowie „Girls Only“ regelmäßig bunte Programme anbieten. Möller lobte auch: „Es ist schön, dass sie alle als ein fester Kreis seit vielen Jahren dabei sind.“ Offensichtlich kommt auch das Projekt gut bei den Helfern an: „Es ist doch schön, dass wir uns alle gegenseitig helfen können“, schwärmte eine Aktive.

Der Förderverein, der vieler dieser Projekte unterstützt, wurde nach Angaben von Werner Suhre vor 20 Jahren gegründet. Nicht ganz so alt, aber dennoch traditionsreich, ist das Oberstübchen, das von einem Team aus etwa 30 ehrenamtlichen Helfern geführt wird. Helmut Reinker vom Organisationsteam sprach von einer stets guten und unkomplizierten Zusammenarbeit. Seit 2015 – damals zog das Oberstübchen von der Lengericher Straße weg – befindet sich der kleine aber feine Trödelmarkt im Haus im Kirchpatt und belegt dort zwei Etagen. Im Juni 2017 wurde der Standort um eine Möbelstube, die über eine Treppe oberhalb des Bettengeschäftes Lammers zu erreichen ist, erweitert.

Diese wird, wenn das Oberstübchen am Mittwoch, 4. März wieder öffnet, geschlossen bleiben, berichtete Suhre. Die Mühen, Möbel die steile Treppe hoch zu tragen und die Mietkosten hätten dazu geführt. Allerdings werde überlegt, ob die Möbelstube in ebenerdige Räume verlegt werden könnte. Denn, so berichtete Reinker auf Nachfrage, würden von Spendern immer noch zahlreiche Möbel abgegeben.

Für die erste Woche der Wiedereröffnung planen die Verantwortlichen einen Ausverkauf zu günstigeren Konditionen. Neben dem 4. März wird der Trödelmarkt am Samstag, 7. März, von 10 bis 12 Uhr geöffnet sein. Mittwochs ist das Oberstübchen von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

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